Maßgeblichkeitsprinzipmythos - Vom Schein (Unterschied) zwischen dem handelsrechtlichen vorsichtigen und dem steuerrechtlichen vollen Gewinn

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GRIN Verlag, 2007 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 1,0, Otto-von-Guericke-Universitat Magdeburg (Fakultat fur Wirtschaftswissenschaft), Veranstaltung: Rechnungslegungsmythen, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Verhaltnis der Steuerbilanz zum Handelsrecht bestimmt sich nach dem Mageblichkeitsgrundsatz ( 5 EStG), d.h. grundsatzlich nach der Handelsbilanz, vorbehaltlich steuerrechtlicher Sondernormen. Damit wird das handelsrechtliche Glaubigerschutzprinzip in das Steuerrecht integriert. Das in Deutschland gesetzlich verankerte Mageblichkeitsprinzip erfahrt gegenwartig durch die Globalisierung der Markte und die weltweite Angleichung der Rechnungslegungssysteme eine neue Akzentuierung. In jungster Zeit mehren sich die Stimmen, die eine Abkehr vom Glaubigerschutzprinzip und/oder eine Abkopplung der Steuerbilanz von der Handelsbilanz fordern. Die Befurworter des Prinzips sehen in der Einheitsbilanz die ideale Losung, die Vereinfachung und Bequemlichkeit bei der Erfullung der handels- und steuerrechtlichen Rechnungslegungspflichten sichert. Die Gegner bezeichnen die Mageblichkeit als, lastige Fessel" fur eine je eigenstandige Handels- und Steuerbilanzpolitik und verwerfen die Idee der Einheitsbilanz wegen ihrer unterschiedlichen Zwecksetzungen vollig. In diesem Aufsatz wird versucht ein umfassendes Verstandnis von Geschichte, Gegenwart und moglicher Zukunft des Mageblichkeitsprinzips zu vermitteln.
 

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Contents

Inhaltsverzeichnis
ii
Maßgeblichkeitsgrundsatz ohne Zukunft?
xi
Urteilsverzeichnis
xix
Copyright

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Page iv - Bei Gewerbetreibenden, die auf Grund gesetzlicher Vorschriften verpflichtet sind, Bücher zu führen und regelmäßig Abschlüsse zu machen, oder die ohne eine solche Verpflichtung Bücher führen und regelmäßig Abschlüsse machen, ist für den Schluss des Wirtschaftsjahrs das Betriebsvermögen anzusetzen (§ 4 Abs.
Page iv - Maßgeblichkeitsgrundsatz wird zB insoweit eingeschränkt, als nach § 5 Abs. 6 EStG „die steuerlichen Vorschriften über Entnahmen und Einlagen, über die Zulässigkeit der Bilanzänderung, über die Betriebsausgaben...
Page vi - Da es dem Sinn und Zweck der steuerrechtlichen Gewinnermittlung entspricht, den vollen Gewinn zu erfassen, kann es nicht im Belieben des Kaufmanns stehen, sich durch Nichtaktivierung von Wirtschaftsgütern, die handelsrechtlich aktiviert werden dürfen, oder durch den Ansatz eines Passivpostens, der handelsrechtlich nicht geboten ist, ärmer zu machen als er ist.
Page iv - Bücher zu führen und regelmäßig Abschlüsse zu machen, oder die ohne eine solche Verpflichtung Bücher führen und regelmäßig Abschlüsse machen, ist für den Schluss des Wirtschaftsjahrs das Betriebsvermögen anzusetzen (§ 4 Abs. l Satz 1), das nach den handelsrechtlichen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung auszuweisen ist. Steuerrechtliche Wahlrechte bei der Gewinnermittlung sind in Übereinstimmung mit der handelsrechtlichen Jahresbilanz auszuüben".
Page iv - Steuerreformgesetz 1990 (Gesetz zur steuerlichen Förderung des Wohnungsbaus und zur Ergänzung des Steuerreformgesetzes 1990 vom 22.12.1989, BGBI l 89, S.
Page vi - Sinn und Zweck der steuerrechtlichen Gewinnermittlung entspricht, den vollen Gewinn zu erfassen, kann es nicht im Belieben des Kaufmanns stehen, sich durch Nichtaktivierung von Wirtschaftsgütern, die handelsrechtlich aktiviert werden dürfen, oder durch den Ansatz eines Passivpostens, der handelsrechtlich nicht geboten ist, ärmer zu machen als er ist".23 3.3.
Page xi - Aktionärsinteresse verpflichtet (shareholder value). Sie wollen ihren Anteilseignern gute Börsenkurse bieten, wobei Bilanzierungsregeln, die eine vorsichtige Bewertung gebieten und stille Reserven zulassen, eher hinderlich sind.
Page vii - Auf diese Weise wird der Gewinn der betreffenden Periode verfälscht, es wird ein geringerer Gewinn ausgewiesen als nach den...
Page xiii - Rechtslage an, Grundsatz der Maßgeblichkeit des Handelsbilanzrechts für die steuerliche Gewinnermittlung gilt für die zwingenden GoB. (2...
Page iii - Weber-Grellet, Heinrich: Der Maßgeblichkeitsgrundsatz im Lichte aktueller Entwicklungen, in: BB, 54 Jg. (1999), S. 2659-2666, S.

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