Macht oder Ohnmacht: Die tatsächliche Stellung der religiösen Gelehrtenschaft in der Islamischen Republik Iran

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GRIN Verlag, 2008 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Orientalistik / Sinologie - Islamwissenschaft, Note: 1,3, Eberhard-Karls-Universitat Tubingen, 23 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Iran gilt vielen als die Republik der moll s, nicht nur den auf Simplifizierung bedachten, westlichen Journalisten, sondern auch grossen Teilen der iranischen Laienbevolkerung. Schon ein kurzer Blick auf die tatsachlichen Verhaltnisse wird das widerlegen und darum soll es in folgender Arbeit gehen, um die tatsachliche Stellung und Bedeutung der colam ' in der Islamischen Republik Iran. Zunachst setzte eine solche Herrschaft einer Gruppierung voraus, dass es sich um eine in sich geschlossene Gemeinschaft handelt. Das ist nicht der Fall, vielmehr gibt es innerhalb der Geistlichkeit bedeutende Fraktionen, die in ausgesprochener Staatsferne stehen (vgl. u. S. 1 ff.), und solche, die nicht nur in auch politischer Opposition nicht unbedingt nur zur gegenwartigen Regierung sondern nicht selten auch zum bestehenden politischen System an sich - der Islamischen Republik nach omeyn s Vorstellungen - stehen, sondern nicht selten auch die fuhrenden Kopfe entsprechender oppositioneller Gruppierungen stellen (vgl. u. S. 4 ff.). Aber auch ein Blick auf das politische System der Islamischen Republik und ihre Verfassung lehrt, dass den islamischen Gelehrten zwar eine grosse Bedeutung in der Fuhrung der Republik zukommt, keinesfalls aber von einer Herrschaft der colam ' oder auch nur foqah ' als Kollektiv gesprochen werden kann (vgl. u. S. 9 ff.). Auf der anderen Seite steht eine insbesondere finanziell de facto unabhangig gebliebene Gelehrtenschaft, auf die der Staat mit bildungspolitischen Mitteln, in Einzelfallen auch mit Repressalien Einfluss zu gewinnen sucht (vgl. u. S. 12 f.), was das Verhaltnis zwischen Teheran und Qom als im Vergleich mit der Schahzeit nicht wesentlich verandert erscheinen lasst. Verandert hat sich hingegen die gesellschaftliche Stellung der Geistlichkeit"
 

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