Macht und Spiele in Organisationen

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GRIN Verlag, 2007 - 64 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft, Note: 2, Bergische Universitat Wuppertal (Sozialpsychologie), Veranstaltung: Seminar, 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Macht unterliegt in unserer Gesellschaft einer gewissen Tabuisierung, denn Macht besitzt seit man denken kann ein schlechtes Image. Im ersten Teil dieser Arbeit, welche sich mit dem Thema Macht und Spiele in Organisationen" beschaftigt, kommt es zu einer Aufschlusselung daruber, was ''Macht'' eigentlich ist und welche Bedeutung ''Macht'' fur soziale Akteure besitzt, die sie im alltaglichen Organisationsalltag gegeneinander ausuben. Nicht nur fur die Akteure besitzt Macht eine wichtige Bedeutung, sondern auch fur die Organisationen, die sich [...] als ein Strukturmoment auffassen lasst, das in der reellen und formellen Subsumtion menschlicher Ko-Operation besteht."1 In einem Umfeld struktureller Zwange entstehen verschiedene Machtquellen, die als Ungewissheitsquellen bezeichnet werden. Diese vier verschiedenen Typen werden im letzten Punkt des ersten Teils aufgefuhrt und naher beschrieben. Im zweiten Teil gehe ich auf den durch Bosetzky (1972/77) publizierten Ansatz der Mikropolitik ein, der die Organisation als eine Summe von Koalitionen politisch bzw. mikropolitisch agierender Personen beschreibt (Bosetzky 1994, S. 210). Fur Bosetzky dienen die Koalitionen sowie soziale Tauschbeziehungen zur Machtgewinnung, - erhohung. Der zweite Teil gibt nur einen skizzierten Einstieg in die Mikropolitik, denn die Spannweite dessen, was unter dem Ansatz ''Mikropolitik" verfasst und diskutiert wurde und wird, ist erheblich. Hier liegt daher das Augenmerk vielmehr auf dem Instrumentarium, welches sich Mikropolitiker zu Nutze machen. -Das Spiel!-
 

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EINLEITUNG
2
MIKROPOLITIK IN ORGANISATIONEN
10
SPIELE IMPLIZIEREN IMMER MACHT INNERHALB EINER ORGANISATION
20
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Common terms and phrases

Popular passages

Page 10 - [...] die Bemühungen, die systemeigenen materiellen und menschlichen Ressourcen zur Erreichung persönlicher Ziele, insbesondere des Aufstiegs im System selbst und in anderen Systemen, zu verwenden sowie zur Sicherung und Verbesserung der eigenen Existenzbedingungen
Page 10 - [...] das Arsenal jener alltäglichen, kleinen (Mikro-) Techniken [...] mit denen Macht aufgebaut und eingesetzt wird, um den eigenen Handlungsspielraum zu erweitern und sich fremder Kontrolle 231 Braczyk hält fest, dass bei Ortmann Organisationen Medium und Ergebnis sozialen Handelns sind und er mit seiner Mikropolitik versucht, „die Sonde aufs Innere der Organisation
Page 22 - spielen«, ihre Strategien zu verfolgen und Interessen durchzusetzen ist, desto mehr Macht (Einflussmöglichkeit) verleiht sie (Schirmer 2000, S. 130). Macht ist in der Konzeption von Crozier/Friedberg „[...] nichts weiter als das immer kontingente Ergebnis der Mobilisierung der von den Akteuren in einer gegebenen Spielstruktur kontrollierten Ungewißheitszonen für ihre Beziehungen und Verhandlungen mit anderen Teilnehmern an diesem Spiel.
Page 12 - Das Spiel ist das Instrument, das die Menschen entwickelt haben, um ihre Zusammenarbeit zu regeln. Es ist das wesentliche Instrument organisierten Handelns. Es vereint Freiheit und Zwang. Der Spieler bleibt frei, muß aber, wenn er gewinnen will, eine rationale Strategie verfolgen, die der Beschaffenheit des Spiels entspricht, und muß dessen Regeln beachten.
Page 6 - Gruppe, kurz eines sozialen Akteurs, ist so eine Funktion der Größe der Ungewißheitszone, die er durch sein Verhalten seinen Gegenspielern gegenüber kontrollieren kann. Aber nicht irgendeine Ungewißheitszone . . . diese muß auch relevant sein sowohl in bezug auf das zu behandelnde Problem, als auch hinsichtlich der Interessen der beteiligten Parteien.
Page 22 - [...] eine gegenseitige Austauschbeziehung deren strukturelle Bedingungen dazu führen, dass die Austauschverhältnisse einen der Akteure gegenüber...
Page 12 - Subjektivität ist unausweichlich; es gibt kein neutrales interesseloses, objektives Handeln. In Wirklichkeit sieht alles anders aus als es ist.
Page 13 - Es gibt nie Wahrheit, Endgültigkeit, Sicherheit; Handeln ist immer ein dialektisches Hin und Her; in dieser Spannung liegt...
Page 10 - Anomalien und Abweichungen zu lokalisieren und zu verstehen, die immer zwischen der offiziellen Fassade einer Organisation und den ihrer Funktionsweise kennzeichnenden realen Prozessen zu Teil II 3.
Page 3 - Gruppen einzuwirken"!... ]"Macht ist eine gegenseitige Austauschbeziehung deren strukturelle Bedingungen dazu führen, dass die Austauschverhältnisse einen der Akteure gegenüber...

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