Macht - Eigensinn - Engagement: Lernprozesse gesellschaftlicher Teilhabe

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Angela Pilch Ortega, Andrea Bernhard, Regina Mikula, Rudolf Egger
Springer-Verlag, Nov 17, 2010 - Education - 287 pages
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Die Begriffe, mit denen eine Gesellschaft beschrieben wird, sind Ergebnisse von D- tungsversuchen rivalisierender Interessensgruppen und deren Weltsicht. Die hier in die Diskussion gebrachten Prinzipien, Urteile und Überzeugungen bestimmen in - ren Interpretationsräumen das soziale Gewebe, innerhalb dessen wir unser Leben interpretieren. Gesellschaftliche Macht beruht deshalb nicht einfach auf Gewalt, Zwang oder Unterdrückung, sondern in Demokratien ist die Erlangung und Erh- tung von Zustimmung zu bestimmten Erzählungen und Interpretationen von Gese- schaftsvorstellungen zentraler Bestandteil der Absicherung von Herrschaft. Heute dominieren hier (trotz der anhaltenden und sich noch verschärfenden Krisen) neo- berale Denkweisen, die den Ort des Handelns von Individuen in Konsumentsch- dungen und globalen Wirtschaftstrends auflösen. Der Versuch, die Krisen unserer Gesellschaft durch derartige ökonomische und technologische Strategien, durch mehr Effizienz im Wirtschaftssystem, durch immer neue Kontrollen im Finanzsystem, durch Pflegeroboter oder Autokatalysatoren etc. meistern zu wollen, die Hoffnung, durch mehr Technik und Markt zu einer gerechteren, rationaleren Welt beizutragen, scheint als Interpretationsfundament unserer Welt trotz zahlreicher gravierender N- lagen kaum an Attraktivität eingebüßt zu haben. Es weist vieles darauf hin, dass das Abrücken von dieser Marktgläubigkeit mit einer enormen Angst vor der zunehm- den sozialen Komplexität gesellschaftlicher Sachverhalte und einer damit einher- henden Überforderung der Subjekte einhergeht. Die Welt jenseits der reinen öko- mischen Parameter von Kosten-Nutzen, von Gewinn und Verlust, von In- und O- put, wird hier als zu kompliziert und auch als zu wenig kontrollierbar angesehen.
 

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Contents

Vorwort
7
Werte Kriterien Ziele
14
Der aufmüpfige Citoyen oder eine Mittelschichtveranstaltung?
15
Sind NichtEngagierte nicht eigensinnig?
41
The wider benefits of negotiations Zur Entstehung von sozialer Wertschöpfung in gewerkschaftlichen Bezügen
63
Biographisierte WirBezüge und ihre Relevanz für soziales Engagement Eine kritische Momentaufnahme
80
SozialKapital als Bedingungsfeld und studentisches Engagement als Möglichkeitsraum für individuelle und kollektive Veränderungsprozesse
99
Perspektiven Ressourcen Fälle
119
Wir sind kölsche Jungs Die Kalker Revolte Der Kampf um Partizipation in der urbanen Gesellschaft
151
Die Suche nach Sinn durch gesellschaftliches Engagement am Beispiel ehrenamtlicher Sachwalterschaft
172
Produktionsweisen des Sozialen älterer Migrantinnen und Migranten in Deutschland
189
Politischpartizipative Theaterarbeit als kreativer Impuls für soziale und politische Partizipationsprozesse
211
Lehrengagement zwischen biographischer Selbstfindung und Wissensvermittlung Ehrenamt in der Erwachsenenbildung
233
Nichttötende Rinderhaltung als neue Herausforderung für den Ökologischen Landbau eine Fallstudie1
249
Die Herausbildung professioneller Handlungsmacht in der Berufswelt einer Betriebsrätin
266
AutorInnenverzeichnis
283

Zur Wiederentdeckung einer wichtigen Dimension1
120
Kommunale Förderbedingungen für bürgerschaftliches Engagement1
137

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Common terms and phrases

Akteure aktiv Alheit allerdings Anerkennung Arbeitslosigkeit Armut Aspekte Bereich besonders Beteiligung BetriebsrätInnen betriebsrätlichen Betroffenen Bevölkerung Beziehungen Bezug Bildung biographischen Blick Bourdieu Bürger Bürgerinnen bürgerschaftlichen Engagements demokratischen deutlich ehrenamtlich Tätigen ehrenamtliche ehrenamtliche SachwalterInnen eigenen engagiert Entwicklung Erfahrungen ersten Erwachsenenbildung Familie Formen Forumtheater Frankfurt Frau Freiwilligenagenturen Freiwilligensurvey Freiwilliges Engagement geht gemeinsam gewerkschaftlichen Gruppe Handeln hohe individuellen Integration Interessen Jahren Jugendlichen Kalk Kapitalsorten kaunn Keupp Kies zum Kurven Kohäsion kollektive Köln-Kalk Kompetenzen konkreten könnte Kontakt Kontext Konzept kulturellen kulturelles Kapital Kurven Kratzen Leben Lebensarrangement Lebenskonstruktionen Lebenswelt Mecheril Menschen Migranten Migrantinnen Möglichkeiten muss Nachbarschaft Netzwerke neue Nicht-Engagierten öffentlichen Ökologischen Ökologischen Landbau Parallelgesellschaften Partizipation Personen Perspektive Politik professionellen Projekt Prozesse Putnam Rahmen Ressourcen Rothändel Sachwalterschaft schaft schaftlichen schen Schick Segregation Selbsthilfekontaktstellen Sinne Situation Solidarität sowie Soziale Arbeit sozialen Engagements sozialen Netzwerken soziales Kapital stärker Strukturen Subjekte Subsidiarität symbolischem Kapital Tiere unserer Gesellschaft unterschiedlichen viel Welt wichtig Wir-Bezüge Wir-Sinn zeigt Zivilgesellschaft Zugewanderten

About the author (2010)

Dr. Angela Pilch Ortega, Dr. Andrea Felbinger und Dr. Regina Mikula sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft der Karl-Franzens-Universität Graz.
Prof. Dr. Rudolf Egger ist Universitätsprofessor am Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft der Karl-Franzens-Universität Graz.

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