Macht Sitzenbleiben Sinn?: Mögliche bildungspolitische Konsequenzen aus den Ergebnissen der PISA-Studie

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GRIN Verlag, 2009 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Padagogik - Schulpadagogik, Note: 1, Philipps-Universitat Marburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Sitzenbleiben" ist im deutschen Schulsystem seit mehreren hundert Jahren fest verankert. Die Kritik am Sitzenbleiben ist nach Bekanntwerden der Ergebnisse der PISA-Studie neu entfacht; nachdem die deutschen Schuler bei dieser internationalen Vergleichsstudie so schlecht abschnitten, pladierte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) dafur, eher in vorbeugende Forderung zu investieren, statt bundesweit jahrlich etwa 250.000 Schuler eine Jahrgangsstufe wiederholen zu lassen. An die Massnahme der Wiederholung einer Klassenstufe wird die Erwartung geknupft, dass dies zu einer Steigerung der Homogenitat innerhalb einer Lerngruppe fuhre und somit zu einem insgesamt besseren Lernerfolg. Fur denjenigen, der eine Klasse wiederholt, soll das Sitzenbleiben dazu dienen, dass er in der neuen, weniger anspruchsvollen Lerngruppe wieder Fuss fasst und sich seine Leistung verbessert. In den letzten Jahren ist dieser Zusammenhang jedoch mehrfach in Frage gestellt worden, was sich nicht zuletzt in jungsten Forderungen der GEW ausdruckt, das Sitzenbleiben doch ganz abzuschaffen. In der vorliegenden Arbeit soll zunachst das Sitzenbleiben als Instrument in das deutsche gegliederte Schulsystem eingeordnet werden. Es soll erlautert werden, welche Erwartungen an die Klassenwiederholung geknupft werden und welche Funktion das Sitzenbleiben erfullen soll. Im Anschluss daran wird aufgezeigt, welche geschichtliche Bedeutung die Klassenwiederholung hat und aus welchem Kontext heraus sie vor etwa zweihundert Jahren entstanden ist. Daran schliesst sich im zweiten Kapitel eine Diskussion der Frage an, als wie sinnvoll das Sitzenbleiben in der heutigen Zeit angesehen werden kann und welche Probleme damit verbunden sind. Im dritten Kapitel sollen Moglichkeiten diskutiert werden, was Deutschland tun konnte um aus dem Bildungsmittelmass heraus wied"
 

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Abschaffen des Sitzenbleibens Abschaffung der Klassenwiederholung Abschluss akademische Texte Annette Schavan Ärgernis gelten Aspekte des Sitzenbleibens ausgeprägte Förderkultur äußere Differenzierung Auswirkungen Befürworter des Sitzenbleibens Beier Macht Sitzenbleiben Bellenberg Bildungssystem Brüggelmann Christine Beier Macht deutsche Bildungssystem deutschen Bildungssystems deutschen Schulsystem Durchstarten Erdsiek-Rave Ergebnissen der PISA finnische Fördersystem gegliederte Schulsystem Geschlecht und Migration große Grundschule häufig Heterogenität Homogenisierung Homogenität der Lerngruppe Hurrelmann/Wolf individuelle Förderung Individuelle Schullaufbahnen Ingenkamp Instrument der Klassenwiederholung Jahrgangsstufe Kindern als Ärgernis Klassenstufe komplette Abschaffung könnte Kuratorin Ländern Belgien Lehrer Leistung lernen Lernfortschritt Lerngruppen herzustellen Lernkultur Lernprozesse reduzieren Lernzeit Macht Sitzenbleiben Sinn Maßnahme meist Mögliche bildungspolitische Konsequenzen negativen Kreislauf pädagogischen PISA-Sieger Finnland Politik Problematik der Jahrgangsklasse Probleme Risikoschüler Sanktionsmittel erhalten SCHMOLL sieht Schulformen Schulsystems Schulversagen schwache Schüler seien Sekundarstufe Selektionskultur Siegfried Schneider Sinn des Sitzenbleibens Sitzenbleiben abschaffen Sitzenbleiberquote soll Sonderschule sozialen SPIEGEL ONLINE Stigmatisierung Studie GRIN Tillmann unserem Unterschiede zwischen Kindern versäumten Stoff verzögerten Schullaufbahnen Verzögerung Wirksamkeit der Klassenwiederholung

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