Marek Hlasko: die Selbstdarstellung in der Autobiographie

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Diplomica-Verlag, 2008 - Language Arts & Disciplines - 65 pages
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Eine oft und gern genutzte Ausdrucksform f r die menschliche Selbstdarstellung ist die literarische Autobiographie. Sie bildet zwischen dem, was ein Mensch ist, und dem, was er sein m chte eine Art Br cke. In der Autobiographie besch ftigt sich der Schreibende retrospektiv mit seinem eigenem Leben, indem er versucht aus der Gegenwart heraus, dem vergangenem Leben einen Sinn zu geben, bzw. diesen zu Erkennen. Marek Hlasko ist f nfunddrei ig Jahre alt geworden, einige Erz hlungen, wenige Romane hat er hinterlassen. Ob seine Werke die gleiche Aura umgeben w rde, w re er nicht so fr h gestorben und h tte weitere Erz hlungen oder Romane geschrieben, ist schwer zu sagen. Dazu liegen die Urteile ber sein literarisches Talent zu weit auseinander: War er ein gro es Talent, ein begnadeter Realist und Sch pfer einer neuen Literatur, wie die einen behaupten? Oder, wie die anderen meinen, ein mittelm iger Autor. ber diese Fragen wird bis heute gestritten. Nur ber eins ist man sich einig, er wurde zur einer Legende. Bei Die Sch nen Zwanzigj hrigen handelt es sich auf jeden Fall um einen autobiographischen Text und dennoch wird diese literarische Form von dem Autor eher als eine weitere M glichkeit seines st ndigen Selbstdarstellungsdranges und der Legendenbildung, denn zur r ckblickenden Erforschung seines Lebens genutzt. Es ist eher das Selbstportr t eines bekennenden Erz hlers, in dem er erlebte Situationen neben erfundenen stellt, authentische Figuren mit fiktiven vermischt und sein Leben in Polen und im Ausland Revue passieren lasst. Parallel rechnet er mit den westlichen Gesellschaften ab, die sich in ihrem Unwissen und ihrer Gleichg ltigkeit weigern, die Wahrheit ber das Leben im kommunistischen Machtbereich zu akzeptieren.

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