Margaret Atwood: 'Oryx und Crake' - Können heute noch literarische Utopien erzählt werden oder sind wir in der Zukunft angekommen?

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GRIN Verlag, 2007 - 70 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universitat Wien, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit konzentriert sich in erster Linie auf Margaret Atwoods Werk Oryx und Crake. Hierbei soll der Fokus aber nicht auf der Form ihrer literarischen Konzeption liegen, vielmehr sind es die inhaltlichen Aspekte ihrer Dystopie und die literarischen Subjekt- und Genderkonstruktionen, die wir beleuchten wollen. Die Phanomene der geschilderten fiktionalen Gesellschaft bieten interessanterweise die Moglichkeit, sie dahingehend zu prufen, ob sie in unserer heutigen menschlichen Sozietat so bereits anzutreffen sind. In diesem Kontext sei darauf verwiesen, dass Atwood ihren Roman ausgehend von empirischen Tatsachen konstruierte; das Geschehen prasentiert sich als ein - fur unsere reale Zukunft - potentielles. Ein Abschnitt uber die Intention der Autorin, Oryx und Crake zu schreiben, widmet sich dieser Thematik. Die literarischen Verfahren der Autorin werden dann ebenfalls zur Sprache kommen, wesentlicher erscheint es uns aber, die subjektive Erfahrungswelt, den Innenraum, der Protagonisten von Oryx und Crake - unter Berucksichtigung von Genderkategorien - zu beleuchten. Die Fragenstellung, die unserer Arbeit zugrunde liegt, lautet daruber hinaus, ob zum gegenwartigen Zeitpunkt noch Utopien erzahlt werden konnen. Bevor es gilt, auf diese Problematik einzugehen, musste allerdings zunachst die grundlegendere Frage gestellt werden, welche von einer Festlegung auf einen historischen Zeitpunkt - einem Jetzt im Jahr 2006 - absieht, und folglich zu formulieren ist, ob Utopien uberhaupt einmal als Phanomen der Vergangenheit zu bezeichnen sind bzw. ob ein Ende der Utopie prinzipiell denkbar ist. Erst wenn diese Frage verneint werden kann, erscheint es sinnvoll, die Potentiale der Utopie zu betrachten. Da es methodisch aber ausserst schwierig ist, eine Hypothese uber einen solch allgemein

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