Maria Stuart

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J.G. Cottaschen, 1865 - 195 pages
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Page 90 - Eilende Wolken, Segler der Lüfte! Wer mit euch wanderte, mit euch schiffte! Grüßet mir freundlich mein Jugendland! Ich bin gefangen, ich bin in Banden, Ach, ich hab keinen andern Gesandten!
Page 150 - Man löst sich nicht allmählich von dem Leben! Mit einem Mal, schnell augenblicklich muß Der Tausch geschehen zwischen Zeitlichem Und Ewigem, und Gott gewährte meiner Lady In diesem Augenblick, der Erde Hoffnung Zurück zu stoßen mit entschloßner Seele, Und glaubenvoll den Himmel zu ergreifen.
Page 26 - Es haßt die Kirche, die mich auferzog, Der Sinne Reiz, kein Abbild duldet sie, Allein das körperlose Wort verehrend. Wie wurde mir, als ich ins Innre nun Der Kirchen trat, und die Musik der Himmel Herunterstieg, und der Gestalten Fülle Verschwenderisch aus Wand und Decke quoll...
Page 163 - So steigst du, überzeugt Von deiner Unschuld, auf das Blutgerüste ? MARIA: Gott würdigt mich, durch diesen unverdienten Tod Die frühe schwere Blutschuld abzubüßen.
Page 98 - Kann ich doch für mich selbst nicht sprechen, ohne euch Schwer zu verklagen, und das will ich nicht. - Ihr habt an mir gehandelt, wie nicht recht ist, Denn ich bin eine Königin, wie ihr, Und ihr habt als Gefangene mich gehalten.
Page 26 - Gefängnis Sprang auf und frei auf einmal fühlte sich Der Geist, des Lebens schönen Tag begrüßend. Haß schwur ich nun dem engen dumpfen Buch, Mit frischem Kranz die Schläfe mir zu schmücken, Mich fröhlich an die Fröhlichen zu schließen. Viel...
Page 108 - Das Leben ist Nur ein Moment, der Tod ist auch nur einer! - Man schleife mich nach Tyburn, Glied für Glied Zerreiße man mit glühnder Eisenzange, (indem er heftig auf sie zugeht, mit ausgebreiteten Armen) Wenn ich dich, Heißgeliebte, umfange MARIA (zurücktretend).
Page 105 - O wie mir wohl ist, Hanna! Endlich, endlich Nach Jahren der Erniedrigung, der Leiden, Ein Augenblick der Rache, des Triumphs! Wie Bergeslasten fällt's von meinem Herzen, Das Messer stieß ich in der Feindin Brust.
Page 169 - Mitte des Weges stehen.) Umsonst! Umsonst! Mich faßt, der Hölle Grauen, Ich kann, ich kann das Schreckliche nicht schauen, Kann sie nicht sterben sehen. — Horch! Was war das? Sie sind schon unten — Unter meinen Füßen Bereitet sich das fürchterliche Werf.
Page 99 - Herzen zu entzünden, Der unsre zarte Jugend schon entzweit. Er wuchs mit uns, und böse Menschen fachten Der unglückselgen Flamme Atem zu. Wahnsinnge Eiferer bewaffneten Mit Schwert und Dolch die unberufne Hand Das ist das Fluchgeschick der Könige, Daß sie, entzweit, die Welt in Haß zerreißen, Und jeder Zwietracht Furien entfesseln. - Jetzt ist...

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