Marken in der Politik: Erscheinungsformen, Relevanz, identitätsorientierte Führung und demokratietheoretische Reflexion

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VS Verlag für Sozialwissenschaften, Jan 29, 2004 - Political Science - 314 pages
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Dieses Buch ist Ergebnis eines lange gehegten Wunsches. Nach Abschluss mei ner Promotionen in Politik-und Marketingwissenschaft war es mein festes Vor haben, in meiner Habilitationsschrift beide Themengebiete zusammenzufuhren. Die Auseinandersetzung mit Fragestellungen der Markenfiihrung im Rahmen meiner Tatigkeit am Institut fur Marketing der Westfalischen Wilhelms Universitiit Miinster sowie die Aufarbeitung der einschlagigen Literatur im Kontext des Politikmarketing fuhrten schlieBlich zu der Idee dieser Arbeit. Aus gangspunkt meiner Uberlegungen war die schlichte Frage, ob Parteien und Poli tiker Markenstatus besitzen. Und wenn dem so ist, welche Verhaltensrelevanz Politikmarken fiir den Wahler besitzen und wie sie vor dem Hintergrund der Spezifika des politischen Kontextes zu fuhren sind. Da sich der Verwertungszu sammenhang der Forschung im politischen Kontext grundlegend anders und zugleich drangender stellt als im okonomischen Kontext, sollte diese betriebs wirtschaftlich entscheidungsorientierte Perspektive erganzt werden urn eine Analyse moglicher Folgen fiir die Demokratie, die sich aus einem solchen Mar kenfiihrungsansatz ergeben. Vor dem Hintergrund der empirisch nachgewiesenen Existenz und Relevanz von Politikmarken in Gestalt von Parteien und Politikern wurde in der Arbeit ein Markenfuhrungsansatz entwickelt, der auf dem Konzept der Markenidentitat basiert. Dieser Ansatz erlaubt es, das in der Zielsetzung von Parteien angelegte charakteristische Spannungsfeld zwischen einer Orientierung an den Bediirfnis sen der Wahler einerseits und programmatischen Grundsatzen andererseits an gemessen zu beriicksichtigen. Gleichzeitig ist eine so verstandene Markenfiih rung auch Ausdruck der demokratieinharenten Polaritat zwischen Responsivitat von Politik gegeniiber den Wiihlerpraferenzen einerseits und notwendiger politi scher Fiihrung andererseits.

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About the author (2004)

Helmut Schneider ist Politikwissenschaftler und Betriebswirtschaftler an der Universität Münster.

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