Marlen Haushofers "Die Wand" - Eine Robinsonade?

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GRIN Verlag, Apr 7, 2006 - Literary Criticism - 19 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Freie Universität Berlin (Deutsche Philologie), Veranstaltung: Proseminar Robinsonaden, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1.Einleitung Zu Marlen Haushofers Roman „Die Wand“ existieren viele verschiedene Meinungen: Für die einen ist es eindeutig eine Robinsonade, für andere nicht und einige sehen darin lediglich Teilaspekte dieser Gattung. Wenn auch die Ansichten dazu unterschiedlich sind, so ist doch offensichtlich, dass eine gewisse Nähe zur Robinsonade besteht. Die Radikalität des Textes und des Themas mag zur Schwierigkeit einer genauen Zuordnung beitragen. Auffallend ist aber, dass sich die unterschiedlichen Beiträge nicht auf die gleichen Grundlagen stützen, denn was genau ist überhaupt eine Robinsonade? Diese Frage wird von jedem der Kritiker anders beantwortet, so dass hier das eigentlich Problem liegen mag. Es gibt dazu Überlegungen, die sich stark an Daniel Defoes Roman „Robinson Crusoe“ anlehnen und die Struktur und Aspekte dieses Werkes nicht nur als Grundlage, sondern als Vorgabe sehen. Daneben existieren andere Theorien, die einen freieren Umgang mit dem Stoff postulieren. Gemeinsam aber ist diesen beiden Ansätzen, dass kein allgemeiner Konsens über eine Definition oder das Festhalten bestimmter Kriterien besteht. Im ersten Teil dieser Arbeit soll kurz auf die Frage nach dem Charakter der Robinsonade eingegangen werden und Bestimmungsmerkmale festgesetzt werden. Ein ausführliches Eingehen auf Defoes „Robinson Crusoe“ als Initiationswerk ist an dieser Stelle leider nicht möglich, da dies den Rahmen sprengen würde. Im zweiten Teil soll anhand der erarbeiteten Kriterien Marlen Haushofers Roman „Die Wand“ untersucht werden, um zu klären, ob es sich um eine Robinsonade handelt oder nicht.
 

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