Martial und die Spiele: Liber spectaculorum

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GRIN Verlag, 2012 - 52 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Klassische Philologie - Latinistik - Literatur, Note: 2,0, Universitat Konstanz, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Spiele zur Einweihung des Kolosseums sind fur uns heute unter anderem dank Martials liber spectaculorum nachvollziehbar. Um in die Thematik einzufuhren, werde ich zunachst einen kurzen historischen Uberblick uber die romischen Spiele geben. Dann zeige ich die Gesamtstruktur des liber spectaculorum auf und nenne verschiedene Aspekte von Martials literarischem Vorgehen anhand von sechs ausgewahlten Epigrammen. Ausserdem beschaftige ich mich mit der Frage, an welchen Adressaten Martial sein Buch richtet und mit welcher Intention er sein Werk geschrieben hat. In diesem Kontext werde ich Hubert Canciks Meinung diskutieren, dass das Buch der Schauspiele ...das Erschreckendste, was antike Literatur hervorgebracht haben durfte, eine Art KZ-Lyrik" sei. Die romischen Spiele Laut Thomas Wiedemann spielten die Spiele im antiken Rom als Bestandteil der romischen Kultur eine wichtige Rolle im Leben eines Romers. Bereits im 6 Jh. v. Chr. entstand der erste Vorlaufer: die ludi. Mit diesem Begriff wurden zeremonielle Prozessionen auf dem Campus Martius bezeichnet, mit denen Wagenrennen und schauspielerische Aktivitaten verbunden waren. Aus diesen sollen sich laut romischen Schriftstellern die traditionellen Schauspiele der romischen Gesellschaft entwickelt haben. Man bezeichnete sie als Staatsangelegenheit, weshalb sie teilweise aus dem aerarium, der Staatskasse des romischen Volkes, finanziert wurden. Die Gladiatorenkampfe und Tierhetzen kamen in Rom erst spater in Verbindung mit den ludi auf. Bis ins 3. Jh. n. Chr. unterschieden die Romer beide Arten der Auffuhrung mit den Begriffen ludi und munera. Die Ludi publici bezeichneten Wagenrennen und schauspielerische Darstellungen, die auch weiterhin offentlich finanziell unterstutzt wurden und regelmassig stattfanden. Die Gladiatorenkampfe (munera) hingegen wurden zu bestimm
 

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Contents

LEinIeitung
3
Ausgewählte Epigramme
10
Martials literarisches Vorgehen im Buch der Schauspiele
19
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