Maschinenmenschen und künstliche Menschen in der Literatur zur Zeit der Industrialisierung: Vom Traum, Leben zu erschaffen

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GRIN Verlag, 2010 - 24 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Anglistik - Literatur, Note: 1,7, Justus-Liebig-Universitat Giessen (Anglistik), Veranstaltung: Wissenschaftskritik in der englischsprachigen Literatur, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Traum den Menschen zu kopieren ist vermutlich so alt wie die Menschheit selbst. Bis zur Renaissance wurden kunstliche Menschen noch aus naturlichen Materialien geformt und von Gotterhand oder durch einen Zauber belebt. Im Zeitalter der Aufklarung und der Industriellen Revolution aber erweckten mechanische Konstruktionen und der Gedanke an kunstliche Intelligenz das Interesse von Autoren und Lesern. Durch die Erforschung der Naturgesetze wurde die Natur entmystifiziert und erschien plotzlich beherrschbar. Der Gottgedanke ruckte in greifbare Nahe, einen Menschen oder zumindest eine tauschend echte Kopie zu schaffen, schien keine Utopie mehr. Viele Autoren, die diese Thematik in ihren Werken verwenden, blicken trotz aller Faszination aber auch auf die Schattenseiten dieser Medaille. Zu ihnen gehort Ernst Theodor Amadeus Hoffmann, der die Thematik der Menschenmaschinen vor allem im Sandmann" von 1817, und in "Die Automate" von 1819, auf die ich an spaterer Stelle naher eingehen mochte, verarbeitet. Einen sehr sachlichen, analytischen Ansatz finden wir in Edgar Allan Poes Essay Maelzel's Chess Player" (1836), in dem Poe versucht, die Funktionsweise eines zu seiner Zeit sehr popularen Schachautomaten zu erklaren. Dieser Essay gilt aber auch als Wissenschaftsparodie und zeigt Poes zynische Art, mit wissenschaftlichen Themen umzugehen."

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