"Masochismus im Der grüne Heinrich": Eine psychoanalytische Interpretation der Figur Heinrich in Gottfried Kellers Werk

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GRIN Verlag, 2009 - 40 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Universitat Mannheim (Philosophische Fakultat, Lehrstuhl Neuere Germanistik II), Veranstaltung: Dreiecksbeziehungen in der Literatur, Sprache: Deutsch, Abstract: The masochist projects his superego and arranges for the environment to punish him [...]" Masochismus - insbesondere der gesellschaftliche Masochismus ist in literarischen Werken so allgegenwartig wie er auch versteckt wuten kann. Mit Erika Kohut beispielsweise - auch Die Klavierspielerin (1983) genannt - hat Elfride Jelinek eine Charakterfigur geschaffen die offensichtlich ihre Umwelt dazu notigt sie zu bestrafen. Die junge Frau, ausgebildete Klavierprofessorin, gescheitere Pianistin, lebt allein mit ihrer Mutter. Nach dem Tod ihres Vaters, scheint diese die Rolle des Ehemanns ubernommen zu haben um sich der Mutter zu unterwerfen. Zwischen beiden besteht seit jeher eine Art Hassliebe. Die Mutter kontrolliert Erika aufs genaueste; lasst ihrer Tochter keine Freiraume. Die Zeit am Wiener Konservatorium, wo Erika arbeitet, ist die einzige Moglichkeit ohne Mutter zu sein. Und wie das genannte Zitat uber den Masochisten bereits ausdruckt, projeziert auch Erika, aufgrund der familiaren Konstellation, die kontrollierende Instanz auf ihre Mutter: Doch das Kind will sie immer, und sie will immer wissen, wo man das Kind notfalls erreichen kann, wenn der Mama der Herzinfarkt droht" Die Mutter macht Erika zu ihrem Besitz" dass moglichst unbeweglich an einem Ort zu fixieren" ist - und Erika lasst dies zu, indem sie bei ihr wohnt und gar mit ihr im Ehebett nachtigt. Erika liebt sie auf eine ganz eigene Art, indem sie sich unterwirft und Hass provoziert. An einer Stelle, als Erika mal wieder zu spat nach Hause kommt, da sie verbotener Weise Kleider kauft, bricht ein Streit aus. Du Luder, du Luder, brullt Erika, wutend die ihr ubergeordnete Instanz an und verkrallt sich in ihrer Mutter dunkelblond gefarbten Haaren, die"

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