Gender, relations, revisions

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Sabine Mostegl, Gudrun Ratzinger
Actar-D, Mar 14, 2008 - Architecture - 190 pages
von der Rolle Wer sich mit Gender befasst, begibt sich auf eine Reise durch alle Bereiche der gesellscha- lichen Verhältnisse, lernt die Mechanismen von Gruppenzwängen, Ein- und Ausgrenzungen in verschiedenster Gestalt kennen und entdeckt letztlich sich selbst zu einem nicht geringen Teil als Produkt dieser starken, allgemein wirksamen Kräfte. Gender, das ist die Rolle, der wir z- geschrieben sind, die uns auf den Leib geschrieben ist, in die wir hineingewachsen sind. Sehr oft aber ist es eine Rolle, die uns widerstrebt, mit der wir uns nicht identifizieren können, g- schweige denn wollen. Der Begriff beschreibt ein Muster, von dem wir abhängen – oft aus traditionsbedingter Anhänglichkeit, weil es eben „immer schon so war“ –, das uns ins Leben bindet oder aber wie ein Strick um den Hals in existentielle Krisen führt. Gender bezeichnet soziale Geschlechterrollen. Es geht weniger um rein körperliche Geschlechtsmerkmale als vielmehr um typische, von der Kultur vorgegebene Eigenschaften und Verhaltensweisen, die ein in ihr lebendes Geschlecht zu erfüllen hat. Wien hat schon in der Frühphase des Feminismus wichtige Positionen hervorgebracht und mit Helene von Druskowitz (1856–1918), der ersten promovierten Philosophin Österreichs und der zweiten überhaupt, eine seiner streitbarsten Vertreterinnen aufzuweisen. Der Begriff Gender wurde vor über 50 Jahren, Mitte der 1950er Jahre, eingeführt. In diese Zeit fällt auch die Gründung der Sammlung für zeitgenössische Kunst der Kulturabteilung der Stadt Wien, aus der die Ausstellungsobjekte des vorliegenden Kataloges stammen.

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Contents

Inhalt Content Vorwort
7
MATRIX Gender Relations Revisions
18
Dame im
25

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About the author (2008)

Sabine Mostegl. Studium der Kunstgeschichte und Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien. Schwerpunkte: zeitgenössische Kunst, Video, Film, Gender Studies. Zusatzausbildung im Bereich Dokumentation und Information. Seit 2003 wissenschaftliche Mitarbeit in der basis wien - Dokumentationszentrum für zeitgenössische Kunst. Vorträge u.a. an der Universität für angewandte Kunst in Wien und der Akademie der bildenden Künste in Wien.

Gudrun Ratzinger. Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien und der University of Essex. Schwerpunkte: Moderne und zeitgenössische Kunst, Museologie, Gender Studies. Kuratorische Mitarbeit u.a. bei der Ausstellung „Alles Schmuck" im Museum für Gestaltung, Zürich 2000, Co-Kuratorin der kulturwissenschaftlichen Ausstellung "Travelling Eye. Fotografie und Urlaub" (Freiraum im Museumsquartier, 2005) und an diversen Ausstellungskatalogen (Kunsthalle Wien, Generali Foundation u.a.).

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