Menschenversuche und 'Euthanasie' im 'Dritten Reich' -

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GRIN Verlag, Jun 30, 2006 - Psychology - 20 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Psychologie - Sozialpsychologie, Note: 1,5, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Institut für Soziologie und Sozialpsychologie), Veranstaltung: Seminar: Der Arzt als Bürger und Mörder. Medizin, Nationalsozialismus und die deutsche Nachkriegsgesellschaft, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Auch wenn eine vollkommene Erklärung für unmenschliche Taten vielleicht für immer ausbleiben wird, stellt diese Arbeit einen Versuch dar, die Bewegungs- und „Motivations“-Gründe der Ärzte zu beleuchten und zu hinterfragen. Es sollen Erklärungsversuche genannt werden, obwohl aus heutiger Sicht nichts von diesen unmenschlichen Taten begreifbar ist. Es soll in dieser Arbeit nicht nur Auskunft gegeben werden über die Art und Organisation der systematischen Tötungen, sondern größtenteils hinterfragt werden, welche Gründe von den Ärzten für ihre Beteiligung an den Massenmorden und Menschenversuchen, ob aktiv oder passiv, angeführt werden. Auf keinen Fall jedoch sollen die Argumente und Gedanken als Rechtfertigung für das Verhalten der NS-Ärzte herhalten, da für derartige „Greueltaten“ keine Entschuldigung vorzuweisen ist. Diese Arbeit soll näher auf die psychologischen Faktoren eingehen, welche die Mediziner dazu bewegten, an den „Euthanasie“-Morden und Menschenversuchen mitzuarbeiten. Es stellt sich dabei vor allem die Frage, ob die Ärzte und Psychiater alle „glühende Anhänger“ der nationalsozialistischen Ideologie waren, oder ob sie motiviert waren durch die Hoffnung auf einen Karrieresprung, oder ob es vielmehr kaltblütige Mörder waren, für welche das „unwerte Leben“ nur mehr „Material“ für Forschungszwecke darstellte. Hier schließt sich automatisch die Frage an, inwieweit die Ärzte aus Zwang oder eben aus freien Stücken in den „Tötungszentren“ ihren Dienst leisteten. Abschließend soll versucht werden zu erklären, inwiefern es den NS-Ärzten gelang, ihre Arbeit in den Lagern mit ihrem normalen Leben außerhalb der „Tötungszentren“ zu vereinbaren, und welche psychologischen Vorgänge es ihnen ermöglichten, ihre Schuldgefühle und Gewissenskonflikte bei ihren unmenschlichen Taten auszublenden. Meine Untersuchung bezieht sich größtenteils auf Robert Jay Liftons „Ärzte im Dritten Reich“, die von Gerrit Hohendorf und Achim Magull-Seltenreich herausgegebene Aufsatzsammlung „Von der Heilkunde zur Massentötung“, den Sammelband „Vernichten und Heilen - Der Nürnberger Ärzteprozeß und seine Folgen“, herausgegeben von Angelika Ebbinghaus und Klaus, sowie Auszüge aus weiterer Literatur.
 

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II
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IV
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V
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VI
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VII
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