"Mit Gewalt geht alles ... kaputt!" - Erklärungsansätze für Gewalt an der Schule

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GRIN Verlag, May 5, 2008 - Education - 21 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Pädagogik - Pädagogische Psychologie, Note: 1,3, Friedrich-Schiller-Universität Jena, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit wird sich mit dem Phänomen ,,Gewalt an Schulen" auseinandersetzen. Dieses Thema passt in den Trend des 21. Jahrhunderts, über Jugendgewalt zu berichten. Initiator für die Konjunktur waren die Medien, die sich diesem Thema seit Beginn der 90er Jahre widmen. Dabei wird in der Öffentlichkeit Gewalt immer gleich als körperliche Aggression verstanden, was den Blickwinkel einschränkt. Täter sind immer nur die Schüler/Innen, nicht die Lehrer oder die Institution Schule. Wenn die Medien über Jugendgewalt berichten, dann gerät der Blick automatisch auf die Schule als Aufenthaltsort der Jugend. Untersucht man das Gewaltpotential an Schulen erfährt man etwas über Jugendgewalt allgemein. Diesen Blickwinkel unterstützend, wirkt die Tatsache, dass die Lehrer von einer Gewaltzunahme an Schulen sprechen und sich dadurch in ihrem Berufsalltag gefährdet sehen. Damit wurde die schulinterne Diskussion 1992 ins Rollen gebracht. Dabei geht es um Demotivierung und Zunahme von Aggressionen, die zu einer höheren Belastung im Unterricht führen und die Anforderungen an die Erziehungsarbeit ansteigen lassen. Zeitgleich begann auch die wissenschaftliche Thematisierung dieses Themas. Dabei konnten die empirischen Ergebnisse keine Bestätigung überbordender Gewalt ausmachen. Die Wahrnehmung ansteigender Gewalt muss also eher durch die Sensibilisierung gegenüber Gewalt und der Realitätsverzerrung seitens der Medien erklärt werden. Bisher hat man voreilig familiäre Erziehungsmängel, das Wohnumfeld und Medieneinflüsse als Erklärungsfaktoren herangezogen. Der Einfluss der Schule wird dabei allzu schnell vergessen.1 Deshalb wird diese Institution hier im Mittelpunkt des Interesses stehen. Die Schule stellt eine wichtige Sozialisationsinstanz dar, in der die Jugendlichen einen Großteil ihrer Zeit verbringen müssen. Hier treffen die jungen Leute auf peer-groups, deren Einfluss, meiner Meinung nach, gerade bezüglich Gewalt nicht unerheblich ist. Aber auch das Schulklima und die Lernkultur sind wichtige Einflussgrößen.
 

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5.1 GESCHLECHT 5.2 SCHULFORM abweichendem Verhalten Aggressionen gegen Lehrpersonen Anteil Aspekt Ausmaß und Erscheinungsformen Bandenzugehörig Bedingungsfaktoren BEFUNDE NACH DIFFERENZIERUNGSMERKMALEN beobachtet Bielefelder Studie Bielefelder Untersuchung Deutsche Schule Einfluss empirische Entstehungsbedingungen von Gewalt Ergebnis Erklärungsansätze für Gewalt Erpressung Erscheinungsformen von Schülergewalt Erziehung Erziehungsumwelt Familie förderndes Lehrerengagement Förderschulen geschlechtsspezifische Gewalt an Schulen Gewalt und Gewaltprävention Gewaltbelastung und Gewaltentwicklung Gewaltentwicklung an Schulen Gewaltformen gewalttätiger Gewaltwahrnehmung Gewaltzunahme Günther gut Sozialbeziehungen Gymnasien Hans-Peter.Lernfall Aggression harte Gewalthandlungen häufig Hauptschulen Heinz/Meier höchste Gewaltquote Holtappels innerschulischen Insgesamt Interaktionsprozesse Jahrgangsstufe Jugendgewalt Jungenphänomen Kapitel Klaus-Jürgen körperliche Aggressivität körperliche Angriffe Lernfall Aggression Lernkultur Mädchen als Akteure Medien Meier Nolting Popp problemfördernde Psychische Aggressionen Rollenerwartungen Sachbeschädigungen sächsische Studie sächsischen Schulen Schlägereien Schubarth weist Schulbezogener Schüler/innen Schülern und Lehrern Schulklima Schulleitung Schulproblemen sexuelle Belästigung Sicht von Schülern Sonderschulen Soziale Etikettierungsprozesse Sozialklima Soziologie Strafrechtlich relevante Delikte strukturelle Gewalt Studie an sächsischen Thema Tillmann Ulrike unserer Unterschiede Vandalismus verbale Aggressionen Wahrnehmung von Gewalt weniger Wilfried Zusammenhang

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