N. Federmanns und H. Stades Reisen in Südamerica: 1529 bis 1555

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Litterar. Verein, 1859 - Indians of South America - 209 pages
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Popular passages

Page 167 - WARHAFFTIGER KURTZER BERICHT, ALLER VON MIR ERFARNEN HÄNDEL UND SITTEN DER TUPPIN INBAS, DERER GEFANGNER ICH GEWESEN BIN. WONEN IN AMERICA, IRE LANDTSCHAFFT LIGT IN 24 GRADUS AUF DER SEUDEN SEIT DER LINIEN EQUINOCTIAL, IHR LANDTSCHAFFT STÖSSET AN EIN REFIER, RIO DE JENERO GENANT. [116] Wie sich die Schiffart anfahet, auß Portugal nach Rio de Jenero gelegen in America, ungefertich in 24 gradus des Tropici Capricorni höhe.
Page 81 - Indianischen wol bewußt ist, und derhalben, wa in disem tranßlado so kurtz und gantz nach dem buchstaben darvon were geschriben, oder der Hispanischen sprach nachgefolget, were es gantz unverstentlich, und bei denen, den solliche ding gantz frembde seind, zu vil vertuncklet geweßl WIDER AHNKUNFK i A SZ DEM LANDE GEHN CORO.
Page 77 - ... den hunden stehn, und hette deren schon zwen von einander gerissen. Die Christen dorfftens aber nicht ahngreiffen allain ein Manch so auch unter ihnen was, lieff es ahn für andern, zustechen. Alls aber das Tigerthier ihnen wolte anspringen , behieng es in einem Weschuco, dern es vil inn den wälden hat, das ist ein zehe gewechs wie die weiden, dise fürwachsen die weg und von ainem baum zum andern wie fürgezogen stricke, welches dises Münchs glück was, dann sonst were ihm seiner zuvil fraidigkait...
Page 192 - Dieselbigen kriechen einem in die fasse, und es jucket einem nur inwendig, wann sie hineinkriechen, die fressen sich ins fleisch hinein, das man es sonderlich nicht fület. Wann man es nicht gewar wirt und sie als bald herauß langt, hecket es einen klumpen niesse, so rund wie ein erbis. Wann mans dann gewar wird und herauß langt, bleibt ein löchlin im fleisch, so groß wie ein erbis.
Page 109 - CAPUT VIII. Als sich nun der windt auß dem Ost Sud Osten gestillet, ward gut wetter, und der windt wehete auß den Nordosten, giengen wir zu siegel, und fuhren wider zurück nach dem vorgemelten ort landts, wir siegelten zwen tag und suchten den havingen, und konten in nicht erkennen. Doch merkten wir bey dem lande, das wir musten bey dem havingen uber gesiegelt haben, dann die Sonn verdunckelt war, das wir nicht nemen konten, konten nicht widerumb zuruck kommen des winds halben, der windt verstach...
Page 184 - Welchs ich achte, es müsse die sttndflut gewesen sein. Wie ich nun das erstemal unter sie kam, und sie mir darvon sagten, meinte ich es were etwan ein Teuffelsgespenst. Dann sie sagten mir offtmals, wie die dinger sprechen. Wie ich nun in die hütte kam, da die Weissager inne waren, welche die dinger solten sprechen machen, musten sie sich alle nieder[137]setzen. Aber wie ich den betrug sahe, gieng ich zur hütten hinauß, gedachte, Wie ein armes verblentes volck ist das. Wie sie anß den Weibern...
Page 118 - ... waren eine Nacht da ankommen, mit 70 Nachen und hatten sie, wie ir gebrauch ist, in der stunde vor tage, angefallen, und die Mamalucken sampt den Portugalesern, waren [34] in ein hauß gelauffen, welchs sie von erden gemacht und sich geweret. Die andern wilden leut aber hatten sich in iren hütten zu hauff gehalten und sich geweret, dieweil sie gekont hatten. So das der Feinde viel waren todt blieben. Doch zum letzten hatten die Feinde uberhandt kriegen, und den flecken Brikioka angesteckt, und...
Page 130 - Hie ist im ein Frantzoß kommen, nun wöllen wir sehen, ob du auch ein Frantzoß seiest oder nicht, dessen erfrewete ich mich, und gedachte, er ist ie ein Christ, er wird wol zum besten reden. Da leiteten sie mich so nacket hinein bey inen, und es war ein junger geselle, die Wilden hiessen inen Karwattuware, und sprach mir Frantzösisch zu, und ich kundte inen nicht wol verstehen, so stunden die Wilden leut umb uns her, und höreten uns zu. Wie ich im nun nicht antworten kundt, sagte er zu den Wilden,...
Page 184 - ... singen und tantzen und heissen es Tammaraka." — Weiter erzählt er, dass einmal im Jahre der Medizinmann (payge) im Lande herumziehe, die Rasseln mit Tabakrauch anblase und sie sprechen lasse. Darnach — „so nimmt denn ein jeder sein Rasseln hin, heisset sie lieber Sohn, machet ihr ein eygen Hüttlin, da es inne stehet, setzt im essen vor, begert von im alles, was im von nöhten ist, gleichwie wir den warhafftigen Gott bitten. Das seyn nun ire Götter."1) Dieser weitgehende Kultus wird nun...
Page 85 - ... [121] Port gejaget. Die gefahrr, die wir hetten zubestehen, von disen raubschiffen, so wir von ihnen angewendet wurden, genug bewegendt, und auch in ahnsehung, das unser schiff vast überladen was, und derhalben nit so gerüst zur gegenwehr, alls die schiff der Moren, welche allein fewerwerck, geschütz, und was zur verderbung der schiff dienet, und also ihre schiffe ring geladen, füren, Auch inen schwerlich abruch oder widerstande von einem geladenen schiffe gethon kan werden, dann sie auch...

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