Nahrungsmittelunverträglichkeit und Nahrungsmittelallergie aus ernährungsmedizinischer Sicht

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GRIN Verlag, Jul 25, 2012 - Reference - 16 pages
Fachbuch aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Ratgeber - Ernährung, Essen, Trinken, , Sprache: Deutsch, Abstract: Unverträgliche Nahrungsmittel, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Nahrungsmittelallergien – ein Überblick im Begriffswirrwarr Es gibt viele Gründe, warum einzelne Nahrungs¬mittel von manchen Personen nicht vertragen werden. Der Begriff „Allergie“ wird fälschlicherweise immer wieder für alle Formen von Unverträglich¬keiten verwendet. Sie unterscheiden sich jedoch deutlich hinsichtlich ihrer Ursachen und damit auch ihrer Therapie. Allergie Bei der „echten“ Allergie reagiert das Immunsystem des Betroffenen auf ein Nahrungsmittel. Beim ersten Kontakt mit dem Allergen bildet der Körper eine spezielle Sorte Antikörper (IgE-Typ), die dann im Blut zirkulieren. Wird das gleiche Allergen wieder verzehrt, kommt es zu einer Reaktion zwischen dem Allergen und den Antikörpern, was zu Ausschlag, Schwellungen, Atemnot und sogar schweren Schockzuständen (anaphylaktischer Schock) führen kann. Allergische Reaktionen sind Sofortreaktionen, treten also direkt nach dem Verzehr des Le¬bensmittels auf. Die Reaktion ist nicht dosis¬abhängig, das heißt, auch Spuren von Nüssen in einer Vollmilchschokolade können eine heftige Allergie-Reaktion auslösen. Nahrungsmittelallergien treten beispielsweise häufig gegen Kuhmilch, Fisch, Hühnerei, Nüsse und Erdnüsse auf. Pseudoallergie An der Pseudoallergie ist das Immunsystem nicht beteiligt. Die Unverträglichkeitsreaktion wird direkt durch die Substanz ausgelöst, und zwar bereits beim ersten Kontakt. Die Symptome einer Pseudo¬allergie sind denen einer Allergie vergleichbar und können ebenso gefährlich sein. Allerdings ist bei Pseudoallergien eine Dosisabhängigkeit zu beob¬achten. Eine Reihe verschiedener Substanzen können Pseudoallergien auslösen, darunter einige Farb- und Konservierungsstoffe, aber auch natür¬licherweise in Lebensmitteln enthaltene Substanzen wie Salicylate, biogene Amine und Histamin. Stoffwechselerkrankung Bei Stoffwechselerkrankungen fehlen im Körper bestimmte Enzyme, so dass spezielle Lebensmittel oder einzelne Komponenten davon nicht verwertet werden können. Diese Erkrankungen sind häufig angeboren, können aber auch im Laufe des Lebens entstehen. Hierzu zählen Laktose-Intoleranz (Milchzucker-Unverträglichkeit), Phenylketonurie oder Zöliakie (glutensensitive Enteropathie, einheimische Sprue). Bei diesen Erkrankungen muss lebenslang Diät gehalten und das unverträg¬liche Lebensmittel gemieden werden. Nur zum Teil können die fehlenden Enzyme, beispielsweise bei Laktose-Intoleranz, über Tabletten ersetzt werden.
 

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About the author (2012)

Sven-David Müller (www.svendavidmueller.de), MSc., ist Diätassistent und Diabetesberater DDG. Er absolvierte seine Ausbildung an der Diätlehranstalt in Bad Hersfeld. Die Weiterbildung zum Diabetesberater erhielt er an der Uniklinik in Jena. Sven-David Müller hat angewandte Ernährungsmedizin studiert und ist Master of Science (MSc.) in Applied Nutrtional Medicine (angewandte Ernährungsmedizin). Sven-David Müller ist Autor von mehr als 200 Artikeln, die in nationalen und internationalen Fachzeitschriften erschienen sind. Der ernährungsmedizinische Wissenschaftler hat sich insbesondere auf die Bereiche Diätetik und Ernährungstherapie bei metabolischen Erkrankungen (Diabetes mellitus, Übergewicht und Adipositas sowie Fettstoffwechselstörungen), gastroenterologischen Erkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa), Allergien und Unverträglichkeiten (Fruchtzuckerunverträglichkeit und Laktoseinoleranz) sowie hepatologischen Erkrankungen spezialisiert. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuz und der Ehrenmedaille für Wissenschaft und Kunst der Albert Schweitzer Gesellschaft. Aus seiner Feder verzeichnet die Deutsche Nationalbibliothek mehr als 170 Buchtitel (14 Sprachen). Zu seinen Bestsellern gehören "Das Kalorien-Nährwert-Lexikon", "Die 50 besten Kalorienkiller", "Die Müller-Diät" , "Kalorien-Ampel", "Salz Ampel", "Low Carb Ampel", "Zimt gegen Zucker", "Ernährungsratgeber Gicht", "Das große Rheuma Kochbuch" sowie "Wir essen uns schlank" und die "Gicht-Ampel". Mit einer Auflage von 6,5 Millionen Exemplaren gehört er zu den erfolgreichsten Autoren in seinem Fachbereich in Europa. Sven-David Müller ist gern gesehener Gast in TV-Sendungen und regelmäßig Interviewpartner für Zeitschriften, Radio und Zeitungen. Sven-David Müller war rund 10 Jahre an der Universitätsklinik Aachen beschäftigt. Hier hat er mehr als 25.000 Patientenkontakte gehabt. Er ist Vorstandsvorsitzender des Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik (www.dkgd.de). Heute leitet Sven-David Müller das Zentrum und die Praxis für Ernährungskommunikation, Diätberatung und Gesundheitspublizistik (ZEK) in Nidderau-Windecken bei Frankfurt am Main. Sven-David Müller ist mit der Diplom-Pädagogin Almut Müller verheiratet und Vater eines Sohnes. Zudem hält er Vorlesungen und Vorträge, gibt Seminare und steht Krankenkassen, Verbänden und Organisationen als Berater und Experte zur Verfügung.

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