Neidharts Dörperlieder

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GRIN Verlag, 2011 - 24 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 1,7, Universitat Osnabruck, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Minnesang stellte eine der typischsten Erscheinungen der hofischen literarischen Kultur des Mittelalters. Das Leitmotiv dieser Lieder war oft die unerwiderte Liebe des Sangers zu einer Dame. Wie auch immer der Sanger die Schonheit seiner Angebeteten zu preisen versuchte, stets blieb die Reaktion der vornehmen Dame gleich - die Zuneigung wurde nicht erwidert, worauf der Sanger naturlich verletzt reagierte und des ofteren seinem Minnedienst abschwor. Die Handlung spielte sich meistens am Hofe ab und beide, der todtraurige Sanger und seine unerwiderte Liebe, kamen aus den Adelskreisen, wenn auch nicht immer aus gleich hohen. Vorgetragen wurden solche Lieder ebenfalls am Hofe und dienten wohl der Unterhaltung der feinen Gesellschaft. Die bedeutendsten Minnesangdichter waren unter anderem Der Kurenberger, Hartmann von Aue, Walther von der Vogelweide, Konrad von Wurzburg oder Der Tannhauser. Im 13. Jahrhundert anderten sich mit Neidhart Motive und Thematik des hofischen Minnelieds. Neidhart verlagerte die Handlungen des typischen Minnelieds vom Hofe in eine bauerliche Dorfwelt und schuf damit eine neue Gattung, das sogenannte dorper-Lied. In der vorliegenden Arbeit soll diese neue Gattung vorgestellt und beschrieben werden. Neidharts Lieder weisen immer wiederkehrende Merkmale und Strukturen auf, die im nachstfolgenden Kapitel erlautert werden sollen. Im Kapitel 3 sollen die neuen Protagonisten und Motive naher betrachtet werden. Es sind ja, wie bereits erwahnt, nicht mehr Angehorige der erlesenen hofischen Kreise, sondern die aus der damaligen Sicht eher die primitive und einfache Dorfbevolkerung. Das Verhaltnis zwischen der Angebeteten und dem Sanger und das zwischen den Dorpern und dem Sanger, ebenso wie die vielfaltigen erotischen Motive, die durch ihre Direktheit die zaghaften Anspielungen des klassisch"
 

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