Nelson Goodmans Notationstheorie

Front Cover
GRIN Verlag, 2007 - 60 pages
Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: sehr gut, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (Germanistisches Institut), Veranstaltung: Nelson Goodman, Sprachen der Kunst, 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wenn man eine ästhetische Theorie konzipieren möchte, dann ist zunächst die Frage entscheidend, welcher Ansatzpunkt geeignet und welcher weniger geeignet ist. So lassen sich verschiedene Fragen formulieren, die einem einen bestimmten Blickwinkel auf das Feld der Ästhetik erschliessen: Wie kann man Kunstwerke beurteilen? Gibt es Kunstgattungen, die einen Vorrang vor anderen Kunstgattungen haben? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Kunst und dem Begriff des Schönen? Es ließen sich sicherlich noch einige ähnliche Fragen formulieren, bei denen das Werturteil über das Ästhetische jeweils von Interesse wäre. Als ein herausragender Vetreter der analytischen Ästhetik des 20. Jahrhunderts weicht nun Nelson Goodman radikal von diesen Fragestellungen ab. Andere Probleme der Kunstphilosophie sind für Goodman geeignet, um einen Ansatzpunkt zur Grundlegung einer neuen Theorie zu gewinnen. So spielt bei Goodman die Frage nach der Identität des Kunstwerks eine ent-scheidende Rolle. Ausgangspunkt für diese Problematik ist bei Goodman die banal anmutende Frage, in welchen Kunstgattungen Fälschungen möglich sind und in welchen nicht. Diese Frage ermöglicht es Goodman, die kategoriale Unterscheidung zwischen autographischen und allographischen Künsten einzuführen. Im engen Zusammenhang mit dieser Unterscheidung steht bei Goodman die Idee, ein logisches Bestimmungsmerkmal für die einzelnen Künste zu entwickeln. Den Rahmen hierzu schafft er mithilfe seiner allgemeinen Notationstheorie. Meine Aufgabe wird es vor allem sein, die einschlägigen Begriffe in Goodmans Theorie zu erläutern. Zunächst muß eine Erklärung der Begriffe autographisch und allographisch vorgenommen werden. Desweiteren müssen die theoretische
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 16 - When it comes to evaluating truth and reliability, or to Interpretation, or to translation appeal must be made to texts under readings. One might still insist that the work is the text, but then it would seem that it is texts under readings that are the focus of criticism, study, translation, etc. It is texts under readings that really do the work.59 57 Vgl.
Page 13 - Translations of poetry offer a clear example. With the best of translations something is always lost. It is never possible to capture all the rhyme, rhythm and expressive features of the original in another language.4...
Page 14 - The upshot is that inscriptions that are about totally different times, places, and characters and say quite different, even contrary, things about them turn out to be instances of the same...
Page 16 - By themselves texts sanction too broad a class of translations. In addition, it is necessary to pay heed to what the text says under a reading."5 Goodman kann über Übersetzungen prinzipiell nichts anderes sagen, als daß sie vom Original unabhängige Werke sind.
Page 5 - Es zählt allein das, was man die Selbigkeit des Buchstabierens nennen könnte: exakte Entsprechung in den Buchstabenfolgen, Abständen und Satzzeichen.
Page 8 - Ein Schema ist syntaktisch dicht, wenn es unendlich viele Charaktere bereitstellt, die so geordnet sind...
Page 8 - K und K' und jede Marke m, die nicht tatsächlich zu beiden gehört, ist die Bestimmung, daß entweder m nicht zu K gehört oder m nicht zu K 'gehört, theoretisch möglich.
Page 3 - Troost, Karl: Inhalt und Echtheit der platonischen Dialoge auf Grund logischer Analyse.

Bibliographic information