Netzwerkbildung unter spieltheoretischen Gesichtspunkten: Erklärungsansätze zur Bildung intra- und interorganisationaler Unternehmensnetzwerke aus Sicht der klassischen Spieltheorie und der Behavioral Game Theory

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GRIN Verlag, Dec 12, 2007 - Business & Economics - 19 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich BWL - Allgemeines, Note: 1,0, Universität Stuttgart (Betriebswirtschaftliches Institut, Lehrstuhl für Planung und Strategisches Management ), Veranstaltung: Betriebswirtschaftliches Planungsseminar (WS 2006/2007) - Gestaltungsaspekte des Strategischen Managements - , 24 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die wirtschaftliche Globalisierung vor allem innerhalb der Triade ließ seit dem Ende der bipolaren Weltordnung und dem Durchbruch der neuen IuK-Technologien den Grad des ökonomischen Wettbewerbs und Wandels in der Welt verstärkt zunehmen. Unternehmen sind in komplexeren Umfeldern gezwungen, auf die neuen Herausforderungen sowohl in ihren Strategieprozessen als auch in ihren Organisationsstrukturen dynamisch zu reagieren und klassische strategische Dilemmata etwa zwischen den Koordinationsformen Markt und Hierarchie oder den Wettbewerbsstrukturen Konkurrenz und Kooperation in hybrider Art zu vereinen. In diesem Sinne wurde in den letzten 25 Jahren in der empirischen Wirklichkeit des postfordistischen Wirtschaftssystems vor allem das Netzwerkprinzip sowohl unternehmensintern als auch in den interorganisationalen Beziehungen zunehmend dominant. Dennoch bleiben viele Dynamiken ökonomischer Kooperation bzw. Netzwerkbildungen nach wie vor fragmentarisch erforscht bzw. theoretisch vage beschrieben. Die spieltheoretische Betrachtung der Netzwerkformierung kann hierbei den Zugang der Wirtschaftswissenschaften zu den angesprochenen Fragestellungen ontologisch und epistemologisch erweitern und ist deshalb Hauptgegenstand der vorliegenden Arbeit. Die Erklärung intra- und interorganisationaler Netzwerkbildungen aus spieltheoretischen Ansätzen heraus könnte somit neue, grundlegende Einsichten in die heute globalisierten „Wirtschaftsspiele“ innerhalb des Paradigmas von „make, buy or ally“ erbringen. Die vorliegende Arbeit wird nach einem kurzen Überblick über Terminologie und Einordnung von Konzepten der betriebswirtschaftlichen Netzwerkforschung zunächst in die Grundzüge der Spieltheorie einführen und die „Ausgangssituation“ statisches Gefangenendilemma bzw. Nichtkooperation erläutern. Im Anschluss daran wird sie sich der Überwindung der dargestellten Problematiken zuwenden und zeigen, wie Kooperation und Netzwerkbildung letztlich doch spieltheoretisch deduziert werden können. Es folgt ein Verlassen des engen Rahmens der klassischen Spieltheorie durch einen Blick auf die Kontexte der Netzwerkformation aus Sicht der noch jungen Behavioral Game Theory, bevor im Fazit die Essentials einer spieltheoretischen Explikation der Netzwerkbildung nochmals aufgegriffen werden.
 

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3.1 ÜBERBLICK 3.3 DIE ÜBERWINDUNG 3.4 ERWEITERUNGEN Akteure Ansätze Auszahlungsmatrix Axelrod begrenzte Rationalität Behavioral Game Theory beschränkte Rationalität Betrachtung der Netzwerkbildung betriebswirtschaftlichen cheap talk compliance dauerhafter Kooperation Defektion Definitionen Deguchi ebenda eingeschränkt gegeben embeddedness endlichem Zeithorizont Entscheidungssituationen unter Unsicherheit entsprechend ERWEITERUNGEN DER SPIELTHEORIE exogene Mechanismen Game Theory BGT Gefangenendilemma gestehen Gleichgewichtsstrategie Gruppe der Unternehmensnetzwerke Holler/Illing 2003 Horvath individuell interorganisationale Jahren kalkulative Vertrauen klassischen Spieltheorie kognitive Konkurrenz und Kooperation Kooperation bzw Kooperation und Netzwerkbildung Kooperation und Netzwerkformation kooperativem Verhalten kooperativen Spieltheorie kooperieren Langfristige Kooperationsvorteile Logik Lösungskonzepte Mérö Mitspieler möglich Möller Nalebuff/Brandenburger 1996 Netzwerkbegriff Netzwerkbildung unter spieltheoretischen Netzwerke Netzwerkorganisation Netzwerkteilnehmer Neuen Institutionenökonomie Nichtkooperation Nitzsch ökonomischen opportunistisch Organisationsform rational rechtsfreie Resträume Reputation Rieck Situationen sozialer Interaktion Spielsituation spieltheoretische Betrachtung spieltheoretische Erklärung SPIELTHEORETISCHEN GESICHTSPUNKTEN statischen GD Stichlinge Strategieforschung Strategien der Spieler ÜBERWINDUNG DES GEFANGENENDILEMMAS Ullrich unrationales Unternehmensnetzwerke zuordnen unvollständiger Information Vereinbarungen bindend durchsetzen Verhandlungsspielen Vertrauensdisposition vorliegenden Arbeit wechselseitige Wendel Wirtschaftswissenschaften Zangl Zudem Zukunft

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