Neue Bibliothek der schönen Wissenschaften und der freyen Künste [ed. by C.F. Weisse].

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Christian Felix Weisse
1780
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Page 104 - Durch meinen treuen Unterricht Und ernste Warnung abzuschrecken: Er wärmt sich an der Sonn' und spricht, Er schaue nur nach ihren Flecken.
Page 68 - Beobachtung seiner selbst und Zusammenhaltung mit sich selbst nöthig ist, und die Stelle der Zeichnungen vertreten muß, so werden sie so äußerst selten gelesen und verstanden, daß ihr Einfluß auf unsere jungen schönen Geister nur sehr geringe ist.
Page 66 - Setzer-Künste von einem Schriftsteller verlangen, scheint von Tag zu Tag mehr zu erlöschen. Und was Wunder? die hellsten Köpfe unserer Nation, Leute von Welt und Erfahrung lesen nun, nachdem sie sich so viel hundertmal betrogen gefunden haben, die neuen Produkte dieser Art gar nicht mehr, und die...
Page 67 - Parnassum-Methode eingeschlichen, eine schlaue den Ohren der Zeit angepaßte Logodädalie und Versetzungs-Kunst des tausendmal Gesagten, die die Lesegesellschaften in Erstaunen setzen, aber jeden wahrhaften Kenner des Menschen mit unbeschreiblichem...
Page 101 - Wind' ernährt. Und Wolle von dem Schnee, gleich wie von Schafen, schert; Der zu Dukaten-Gold der Sonnen Strahlen schlägt, Und in ein Spinngeweb' ein Bild der Tichtkunst pregt; Der Marmor und Albast aus Brüst- und Händen haut, Und ein Escurial dem Ruhm zur Wohnung baut; Der Edelstein' und Stern' aus seiner Feder spritzt, Und dessen Muse nichts als Musck und Amber schwitzt; Der in dem.
Page 66 - Die Gabe das Kapital von Bemerkungen über den Menschen zu vergrößern und eigne Empfindungen mit dem verständlichsten individualisierenden Ausdruck zu Buch zu bringen und dadurch auch noch Männer zu unterhalten, die jenes System nicht kennen, und mehr als transzendente Setzer-Künste von einem Schriftsteller verlangen, scheint von Tag zu Tag mehr zu erlöschen.
Page 68 - Werken fast alles allein einschränkt, sondern Züge und Farben, die der Silhouette Bestimmtheit und Leben geben, könnte, sollte ich denken, der Nutzen nicht fehlen. Ja, der dramatische und Romandichter könnte solche Züge ungescheut nützen, so wie der Chirurgus oder Manufakturist...
Page 112 - Ein gleicher Frevel ward zugleich an dir verübet, Von dem, der dich gezeugt, und dem der dich geliebet; Die Tugend liebte der, wie dieser dich zu sehr, Zu wenig hatte der, und jener zuviel Ehr; 5 Zu strenge Tugend hat dir deinen Tod gegeben, Und deine Schande war zu strenger Liebe Frucht : Lieb' ohne Tugend stellt' ein Netze deiner Zucht: Und Tugend ohne Lieb
Page 229 - ... Ein Theil der Dichter," heißt es hier, „nimmt die Muster, nach welchen sie ihre Charaktere, Situationen und Begebenheiten erfinden, aus der wirklichen, gegenwärtigen und vergangnen Welt: sie richten sich bey der Verknüpfung der Ursachen und Wirkungen ganz nach dem Gange des menschlichen Lebens, und gehen nur insofern über dasselbe hinaus, als es nöthig ist, um den Effekt auf den Leser und also auch sein Vergnügen zu vermehren; wir wollen sie Realisten nennen.
Page 197 - EMPFINDSAMKEIT (l782) im DEUTSCHEN MUSEUM: "So sehr ich entschlossen war, die Laufbahn des Romandichters mit HERRMANN UND ULRIKE zu schließen, so habe ich mich doch von mir selbst verführen lassen, meinem Vorsatze untreu zu werden: ich schrieb einen neuen Roman." Es scheint hieraus zu folgen, daß HERRMANN UND ULRIKE von Wezel bewußt als sein letzter Roman konzipiert war, und daß die drei ersten Romane eine Art Trilogie bilden, bewußt intendiert in logischer Sukzession. In der folgenden Arbeit...

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