Neue Theorie von der Entstehung der Gänge: mit Anwendung auf den Bergbau besonders den freibergischen

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Gedr. und verlegt in der Gerlachischen Buchdr., 1791 - Basalt - 256 pages
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Page 47 - Punkte, zu betrachten vorkömt. Diese Lagerstätte der Mineralien würde ich also Gegenden in den Felsmassen nennen, wo, durch innere von zufließenden Wassern gewirkte Bewegung, die Felsart, samt den in ihr oft befindlichen fremden Körpern des Thier- und Gewächsreichs, zu Erz- und Steinarten verändert worden ist, die nicht die Felsart mehr sind.
Page 52 - Der nämliche nasse Niederschlag, welcher die Lager und Schichten der Gebirgsmassen und unter solchen auch die vielen erzführenden erzeugte, bildete auch die Gangmassen, und zwar zu solchen Zeiten, wenn eben die solche Teile enthaltenden Auflösungen über dergleichen vorhandenen ganz oder zum Teil offenen Spalten standen.
Page 3 - Noch genauer bestirnt man die Gänge, wenn man sagt: daß sie in den Gebirgen entstandene Spalte sind, die sich nach ihrer Entstehung mit verschiednerlei von der Gebirgsmasse mehr oder weniger verschiednen Fossilien angefüllt haben.
Page 86 - Gebirgsmasse erzeugten und nach der freiem oder weniger unterstützten Seite wirkenden Druck veranlaßt wurden, vermöge dessen sich die ganze Gebirgsmasse verschiedentlich senkte und an mehr Punkten sich spaltete und abzog
Page 24 - Gestalt, welche, wenn wir sie genau betrachten, nicht anders als ein durchwittertes und mürbe gemachtes Gestein, oder einen Stein, der wieder zur Erde werden will, vorstellet, und wir können sehr wahrscheinlich schließen, daß dieser Gang vorher ebenfalls mit dem Gestein des gantzen Berges gleiches Wesens gewesen, durch ein auf denen Klüften eindringendes Saltzwesen aber also durchdrungen, in seinem Gewebe geändert, aufgeschlossen, und zur künftigen Ertzt-Erzeugung geschikt gemacht worden.
Page 82 - 6>. und 330. unter anHern das Verhalten der Gänge gegen einander: nämlich ihr durchsezzen einer den andern, ihr verwerfen einer den andern, ihr zertrümmern einer den andern, ihr schaaren und sich schleppen, und ihr abschneiden einer den andern. Alles dies sind Wirkungen von neuern solchen Spalten auf altere schon ganz oder zum Theil ausgefülte; und lassen sich volkom» Wen daraus, nicht aber anders erklären.
Page xix - Geognosten vorgetragen worden. Nur die Ursachen der bemeldeten Entstehung der Gangräume glaube ich bestimmter angegeben und diese Entstehung selbst einleuchtender bewiesen zu haben. Neu ist aber die ausführliche Bestimmung der innern Struktur der Gänge und der Bildung der so verschiedenartigen Massen, woraus sie bestehen, besonders mit Hinweisung auf ihre Bildungszeit. Neu ist die genauere Betrachtung und Bestimmung des Durchsetzens der Gänge, und vorzüglich die Anwendung desselben zu der Bestimmung...
Page 2 - Lagerstädte der Fossilien, welche fast immer die Schichten des Gesteins durchschneiden, und in soferne eine von diesen abweichende Lage haben, auch mit einer von der Gebirgsart mehr oder wenicher verschiedenen Maße angefüllt sind.
Page xix - Gänge, und vorzüglich die Anwendung desselben zu der Bestimmung ihres relativen Alters. Neu ist die Bestimmung der verschiedenen Gang- und besonders Gang-Erzformationen und die Bestimmung ihrer Altersfolge. Neu ist der Gedanke, daß sich die Gangräume unmittelbar aus derjenigen Auflösung füllten, woraus sich zu gleicher Zeit die Gebirgsmassen mit ihren Lagern und Flötzen niederschlugen. Neu sind die Beweise dafür, wie auch, so viel ich weiß...
Page xx - ... die Gründe gegen die ältere Theorie sein. Neu ist größtenteils die von dieser Theorie auf den Bergbau gemachte Anwendung. Von mehreren will ich mein Erfindungs-Eigenthum gar nicht behaupten da allerdings während des Zeitraums von 17 Jahren, als ich hier in Freiberg die Lehre von den Gangklüften sowohl in der Geognosie, als auch in der Bergbaukunst öffentlich vortrage, vieles davon in andere Köpfe gekommen und aus diesen in andere Federn geflossen ist, das sich nicht gut wieder zurückfordern...

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