Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geologie und Paläontologie

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E. Schweizerbart, 1854 - Geology
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Vol. for 1900 accompanied by "Festheft dem VIII. Internationalen Geologen Congress zu Paris gewidmet"; for 1907 accompanied by "Festband zur Feier des 100 jährigen Bestehens."
 

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Popular passages

Page 284 - Spath-Textur der Kalkspath-Körnchen abhängt, so muss man mit um so grösserem Interesse die gleiche Anordnung den Glimmer-Blättchen auch in denjenigen Theilen des Gesteins wahrnehmen , wo die kalzitischen Partikelchen ganz verschwunden und Periklin-Körnchen an die Stelle derselben getreten sind. Man gewinnt dadurch einen neuen und gewiss nicht unbedeutenden Beweis für das ursprüngliche Vorhandenseyn von Kalkspath an solchen Stellen und für die spätere Substitution des Periklins.
Page 294 - Urgebi rgs-Massen" hielt. Wer von einem solchen Axiome ausgeht, schneidet sich den Weg zu Untersuchungen von vorneherein ab und muss nothwendig von Trugschluss zu Trugschlnss gelangen. Ich bekenne wohl, dass die Untersuchungen, welche ich begonnen habe, uns von einem eingebildeten Höhen-Standpunkte geologischer Wissenschaft allem Anscheine nach bedeutend wieder herabstürzen und uns zwingen , einen ganz neuen Bau zu beginnen. Aber wer würde, wenn ihm die Wahl gelassen wäre, zweifeln können? Entsagen...
Page 295 - Allein, gesetzt, es sey Diess Tür einstweilen richtig, so folgt daraus doch nimmermehr, dass Dieses zur Erklärung vorläufig hypothezirte Axiom die wahre Erklärung enthalte und dass es desshalb richtig sey, oder, was auf Dasselbe hinauskommt, dass die Schlüsse, welche sich anderweitig aus demselben ergeben, nicht bloss relativ, sondern auch absolut richtig seyen. Es sind aber vorab die Schlüsse nicht richtig, welche SARTORIUS aus diesem Axiome für die Bildung der krystallinischen Gesteine herleitet.
Page 284 - Kalkspathe, theils auf dem Sphene angeschossen; an einer Stelle bildet der Periklin eine unvollständige Hohlzelle, innerhalb deren sich der Rest eines Kalkspath-Krystalls mit Glimmer-Blättchen befindet. Die Sphen-Krystalle haben ohne Zweifel — denn nach Hinwegdenkung des jüngeren Periklins bleibt keine andere Unterlage für dieselben — ursprünglich auf dem Kalkspathe gesessen, welcher jetzt verschwunden ist, und für welchen Periklin substituirt wird. Ein prachtvolles ZwillingsK.-yställclien...
Page 178 - DC dieser Axen, welche sich von ihrem gemeinschaftlichen Durchschnitte D bis zu ihren Durchschnitten A, B, C mit irgend einer vierten Ebene ABC erstrecken, die Parameter dieser vierten genannt: so kann man das Gesetz der rationalen Verhältnisse auch dadurch ausdrücken, dass die Verhältnisse zwischen den Verhältnissen, in denen die Parameter irgend einer vierten Fläche des Krystalles zu den gleichnamigen Parametern irgend einer fünften Fläche desselben stehen , stets rational sind.
Page 290 - Stuffe ist im Allgemeinen besäet mit einer dichten Saat von mikroskopischen Periklin-Kryställchen ganz von derselben Beschaffenheit, wie diejenigen sind, welche das Gestein selbst bilden. Diese Kryställchen haben sich hier nur selten von der Fläche entfernt. Nur in den Nischen unter den Sphen-Krystallen haben sie sich etwas gehäuft und sind an diesen Krystallen angeschossen , welche jetzt von ihnen getragen werden, nachdem die ursprüngliche Unterlage fast überall verschwunden ist.
Page 178 - Krystalles gehend zu denken. Die Anzahl dieser Linien der Grundfigur aber kann nur eine der fünf l, 2, 3, 4, oder 6 sein, nicht 5...
Page 290 - Kalkspath-Krystall umgab, auf welchem jener Sphen-Zwilling angeschossen war. Der Zwilling trägt in einer Nische den Abdruck der Kante des verschwundenen Krystalls, auf welchem er ursprünglich sass. Gegenwärtig wird er durch PeriklinKryställchen in seiner Stellung gehalten. Zweitens aber erkennt man bei mehren Sphen-Krystallen, dass sie bei ihrem Anschüsse eine Lamelle desselben Titaneisen-Glanzes umschlossen haben, dessen bereits als eines Aussonderungs-Produktes des vom ankeritischen Kalkspathe...
Page 178 - Krystalle, bei denen die gegenseitige Lage der Träger gar keine Symmetrie zeigt. Oder aber — und hierin eben besteht das noch aufzustellende Gesetz der Symmetrie — es lassen sich die Träger aller Flächen eines Krystalls in einer, oder zwei, oder mehreren Gruppen zusammenfassen, deren jede eine zugeordnete Figur zu einer und derselben vollkommen symmetrischen Grundfigur ist.
Page 694 - SCHEERGR ** in einer Arbeit über Magnesiahydro-Silikat und verwandte Mineralien gezeigt, wie unsicher es ist zu bestimmen, welche Menge des Wassers in derartigen Verbindungen zur eigentlichen Konstitution gehört, wenn sie durch das Trocknen bei 100° C. schon chemisch gebundenes Wasser verlieren. In manchen Fällen muss man sogar gestehen , dass es unbedingt unmöglich ist, diese Grenze mit Genauigkeit zu bestimmen. Für solche Fälle erscheint es jedenfalls...

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