Neuorientierung bei der Unterscheidung zwischen Vorsatz und Fahrlässigkeit durch die europäische Einigung

Front Cover
GRIN Verlag, 2007 - Criminal investigation - 68 pages
0 Reviews
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Jura - Strafrecht, Note: 14 Punkte, Europa-Universitat Viadrina Frankfurt (Oder) (Lehrstuhl fur Strafrecht, ), Veranstaltung: Seminar zur Wahlfachgruppe II im SoSe 2001, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Inkl. 8 anschaulichen Folien! 1,1 MB, Abstract: Problematisch ist v. a. die steigende Gesetzesflut im Verweisungsdschungel (Problem: Blankettstrafgesetzgebung) komplexer Normensysteme (v.a. im Nebenstrafrecht), die nicht sozial- ethisch indiziert, sondern infolge formalen Verwaltungsgehorsams an EG- rechtlichen Vorgaben orientiert ist und somit der ultima- ratio- Funktion des Strafrechts nicht gerecht werden kann.1 [...] Aus dem Problemaufriss ergibt sich daher die Frage, welche Beachtung der Schuldgrundsatz- i.S.v. festzustellenden Vorsatzes oder Fahrlassigkeit als individuelle Schuldmerkmale- in einzelnen Rechtsordnungen und schliesslich durch die Zusammenarbeit auf europaischer Ebene findet. Fraglich ist, inwiefern gemeinschaftsrechtliche Normgebung und Rspr. auf das deutsche StrR einwirken, und ob sich der Strafjurist gegebenenfalls neu orientieren muss. Wenn vorlie-gend von "Sanktionen" gesprochen wird, so sind diese i. w. S. zu verstehen. Der Streit, ob Sanktionsformen nach Kriminal- und sonstigem StrR qualitativ oder quantitativ getrennt werden konnen, muss dahinstehen, da jedenfalls allen Sanktionen die hoheitliche Ahndung eines Rechtsverstosses gemeinsam ist.2 [1 Moll, Europaisches StrR, S 284; 2 Bose, Strafen und Sanktionen im EG-R, S. 35-45 (insbesondere S
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Contents

IEinleitung
1
III Die europäische Dimension
26
IV Zusammenfassung und Stellungnahme
39
Copyright

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 46 - Jedermann hat Anspruch darauf, daß seine Sache in billiger Weise öffentlich und innerhalb einer angemessenen Frist gehört wird, und zwar von einem unabhängigen und unparteiischen, auf Gesetz beruhenden Gericht, das über zivilrechtliche Ansprüche und Verpflichtungen oder über die Stichhaltigkeit der gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Anklage zu entscheiden hat.
Page 38 - Brüsseler EWG-Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen...
Page 46 - Falle jedoch nur in dem nach Auffassung des Gerichts erforderlichen Umfang. (2) Bis zum gesetzlichen Nachweis seiner Schuld wird vermutet, daß der wegen einer strafbaren Handlung Angeklagte unschuldig ist.

Bibliographic information