Nichtwähler bei den Fachschaftsratwahlen an der TU Dresden

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GRIN Verlag, Sep 24, 2012 - Language Arts & Disciplines - 76 pages
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Die vorliegende Studie untersucht das Phänomen der Nichtwähler bei den Fachschaftsratwahlen an der TU Dresden. Hierzu wurde eine Online-Umfrage unter allen Studenten der TU Dresden durchgeführt. Es wurde behauptet, dass das Interesse an der studentischen Selbstverwaltung die stärkste Einflussgröße für die Wahlteilnahme und das Wahlpflichtgefühl, insbesondere bei Nichtwählern, nur gering ausgeprägt wären. Ein Informationsdefizit bei den Wahlberechtigten wurde angenommen. An Studentenvertreter wurden zusätzliche Fragen gestellt, um zu überprüfen, ob die Intensität der Wahlwerbung Auswirkungen auf die Wahlbeteiligung der jeweiligen Fachschaften hat. Die Berechnung von Cramers V ergab, dass nicht das Interesse für die Arbeit des FSR (V=0,264) oder für die Arbeit des StuRa (V=0,133) die stärkste Einflussgröße für die Wahlteilnahme ist, sondern das Wahlpflichtgefühl (V=0,391). Die Analyse mittels Kreuztabelle ergab darüber hinaus, dass eine leichte Mehrheit der Nichtwähler paradoxerweise ein Wahlpflichtgefühl bei den FSR-Wahlen empfindet. Die Auswertung bestätigte zudem, dass die Mehrheit der Nichtwähler nicht ausreichend über Kandidaten und die Arbeit des Fachschaftsrats informiert waren und die Informiertheit (nach Cramers V) eine wichtige Einflussgröße für die Wahlteilnahme darstellt. Durch Faktorenanalyse konnten fünf Faktoren zur Erklärung des Phänomens Nichtwähler bei den Fachschaftsratwahlen bestimmt werden: Sozialpsychologische Einflüsse, das Informationsdefizit, Soziodemografische Merkmale, der Partizipationsgrad sowie die Fachschaftszugehörigkeit. Es wurden ebenso Hinweise darauf gefunden, dass die Intensität der Wahlwerbung und die Art der Informationskanäle die Wahlbeteiligung an den jeweiligen Fachschaften entscheidend beeinflussen.

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