Notation und Spielvorschrift im Buxheimer Orgelbuch

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GRIN Verlag, Apr 28, 2005 - Music - 24 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: gut, Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Institiut für Musikwissenschaft), 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: [...] Mit der Beantwortung derartiger Fragen beschäftigen sich diverse wissenschaftliche Teilgebiete. Von der Kodikologie (Untersuchung der physischen Beschaffenheit) bis zur Dialektologie, Schriftund Repertoire-Untersuchungen: jedes scheinbar unwichtige Detail könnte eine Antwort auf eine Vielzahl von Fragen sein. Wer war der Komponist, wer der Schreiber? Wo wurde die Handschrift verfasst und wann? Für wen war sie bestimmt und was genau ist da eigentlich notiert? Dabei gliedert sich die Musikalien betreffende Quellenkunde in drei Bereiche: die Bibliografie (Erfassung von Fundort, physischer Gestalt und Inhalten, sowie Datierung, Provenienz und Überlieferungsgeschichte), die Textphilologie (Beschäftigung mit der Überlieferung des musikalischen Textes) und die Bibliologie („...Frage nach der Beziehung zwischen Struktur und Funktion von buchartigen Quellen, sowie nach ihren soziokulturellen Implikationen.“). Die Besonderheit bei der Arbeit an einer musikalischen Quelle liegt in der Zweischichtigkeit derselben. Über die physische, also mit den menschlichen Sinnen unmittelbar erfassbare, Existenz hinaus verbirgt sich hinter dem Notentext klingende Musik. Darüber, w i e diese Musik einmal geklungen haben mag kann im Falle von Quellen aus der Zeit vor Schallplatte, Kassette und CD nur spekuliert werden. Ist der einzige Zugang zur Musik – die Notation – außerdem in einer uns unbekannten Form, erschwert dies das Vorhaben um so mehr. Wenn sich in einem solchen Fall keine Erklärung zur Notationsweise findet, bleibt die Musik nur ein paar Zeichen und klanglos. Umso interessanter, dass sich im Falle des B.O. eine derartige Erklärung findet. Und nicht nur das: Darüber hinaus wird sogar etwas über die Regeln der Komposition verraten. Die Besonderheit des B.O. als musikwissenschaftliche Quelle liegt darin begründet, dass diese Handschrift am Beginn einer neuen Art von Musik steht, die sich aus der vokalen Tradition löst und ohne Sprache, rein instrumental, existiert. Aus der Art der Notation und der dahinter stehenden Theorie können Rückschlüsse auf jene anfängliche Entwicklung der Instrumentalmusik gezogen werden. Das Hauptaugenmerk wird dabei im Folgenden dem theoretischen Anhang des B.O. – dem modus organizandi – und den in engem Zusammenhang dazu stehenden Fundamenta der Handschrift gelten. Zunächst soll jedoch das nötige Hintergrundwissen zur Quelle durch die Behandlung der Themen Provenienz, Repertoire und Komponisten gegeben werden.
 

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Contents

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