Objektkasus im Indogermanischen

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GRIN Verlag, 2008 - 116 pages
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Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachubergreifend), Note: 1,1, Universitat Hamburg, 58 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das rekonstruierte Indogermanische wird in der Regel zu den Akkusativ-Sprachen gezahlt. Das heisst, im Normalfall steht der Agens eines transitiven Satzes im Nominativ, das direkte Objekt im Akkusativ. Allerdings finden sich in den indogermanischen Sprachen Objekte transitiver Verben nicht nur im Akkusativ, sondern auch im Genitiv, wenn auch bei weitem nicht in derselben Quantitat. Ausserdem findet sich der Akkusativ nicht nur als Objektkasus, sondern auch mit der konkreten Funktion eines Richtungskasus. Nun stellt sich die Frage, ob es sich bei Genitivobjekten um eine Erweiterung des Systems der Objekte transitiver Verben handelt, oder aber um ein Relikt aus einer Zeit, in der noch nicht ein bestimmter Kasus als Objektkasus festgelegt war, bzw. als sich noch kein Nominativ-Akkusativ-System entwickelt hatte. Ebenso konnte der Richtungsakkusativ auf eine solche Phase des Vorindogermanischen zuruckgehen, in welcher der spatere Akkusativ noch andere Funktionen hatte, als das direkte Objekt zu markieren. Daran schliesst sich die Frage, wie das Vorindogermanische sprachtypologisch einzuordnen ist. Dieser Fragestellung soll in der vorliegenden Arbeit nachgegangen werd
 

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Contents

Hatte das Indogermanische einen voll ausgeprägten Genitiv?
1
Sprachtypologische Ansätze
12
Akkusativ und Genitiv in den Einzelsprachen
50
Zusammenfassung und sprachtypologische Auswertung
75
Abschließende Bemerkungen
81
Appendix B Quellen
90
Sekundärquellen
98
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