Oswald von Wolkensteins "es fuegt sich" und das Problem seiner biografischen Deutung

Front Cover
GRIN Verlag, 2007 - 28 pages
0 Reviews
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 1,3, Ruhr-Universitat Bochum (Germanistisches Institut), Veranstaltung: Lyrik des spaten Mittelalters, 21 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Lyrik des Spatmittelalters kommt der Figur des Oswalds von Wolkenstein im Vergleich zu den klassischen Minnesangern aufgrund mehrerer Tatsachen eine besondere Bedeutung zu: Bezuglich seiner Person existieren Dokumente und Urkunden, die Ruckschlusse auf seine Biografie zulassen, deren Umfang ist unverhaltnismassig grosser als der fur andere bekannte mittelalterliche Autoren. Ebenso erweist sich sein kunstlerisches Werk als besonders ausdifferenziert, es deckt annahernd das gesamte Gattungsspektrum, so wendete er sich beispielsweise der im mittelhochdeutschen Sprachraum selteneren Gattung der Pastourelle zu. Neben den literarischen Texten sind auch entsprechende Melodien uberliefert; auch in diesem Punkt unterscheidet sich Oswald von den klassischen Minnesanger. Ausgangspunkt fur diese Arbeit bildet die Feststellung, dass sich in Oswalds Werken scheinbar oftmals eine Verarbeitung seines eigenen Lebens erkennen lasst; anhand des Liedes es fugt sich' (Kl. 18) soll hier die Frage nach seiner moglichen biografischen Deutung erortert werden. Ausgehend von einer kurzen Darstellung von Oswalds Leben basierend auf den gegebenen Quellen soll in einem zweiten Teil der Arbeit ein Uberblick uber den Forschungsstand geleistet werden, um dann in einer zentralen Analyse das Lied Kl. 18 im Spektrum der divergierenden Forschungsansatze darzustellen. Auf der Basis dieser Ergebnisse sollen im Anschluss einige literaturwissenschaftliche bzw. -soziologische Uberlegungen zur autobiografischen Dichtung angestellt werden, um die Arbeit dann in einer ruckblickenden Zusammenfassung abzuschliessen."
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 6 - Drei pfenning in dem peutel und ain stücklin prot das was von haim mein zerung, do ich loff in not. von fremden, freunden so hab ich manchen tropfen rot gelassen seider, dass ich want verschaiden.
Page 10 - ... non maiplus dis ligaides.« Von iren handen ward ich in die oren mein gestochen durch mit ainem messin nädelein, nach ir gewonheit sloss si mir zwen ring dorein, die trüg ich lang, und nennt man si racaides.
Page 13 - Wolkenstein, leb sicher klain vernünftiklich, das ich der werlt also lang beginn zu hellen. Und wol bekenn, ich wais nicht, wenn ich sterben sol, das mir nicht scheiner volgt wann meiner berche zol. het ich dann got zu seim gebott gedienet wol, so forcht ich klain dort haisser flamme wellen.
Page 13 - Ich han gelebt wol vierzig jar leicht minner zwai mit toben, wüten, tichten, singen mangerlai ; es wer wol zeit, das ich meins aigen kindes geschrai elichen hort in ainer wiegen gellen. So...
Page 13 - ... in ainer wiegen gellen. So kan ich der vergessen nimmer ewiklich, die mir hat geben mut uff disem ertereich; in aller werlt kund ich nicht finden iren gleich, auch fürcht ich ser elicher weibe bellen.
Page 13 - In urtail. rat vil weiser hat geschätzet mich, dem ich gevallen han mit schallen liederlich.

Bibliographic information