Oswald von Wolkenstein - Lied Kl. 26 "Durch aubenteuer perg und tal" - Übersetzung, Kommentar, Interpretation

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GRIN Verlag, Oct 29, 2004 - Literary Criticism - 31 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Germanistische Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Proseminar: Oswald von Wolkenstein, 20 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das ‚Urfehde’-Lied gehört in die Reihe von Oswald von Wolkensteins ‚Gefangenschaftsliedern’. Es thematisiert Verlauf sowie Beendigung der Gefangenschaft des Autors im Jahre 1427. Kl. 26 ist in den beiden Liederhandschriften unterschiedlich verzeichnet. Bietet es in der Innsbrucker Liederhandschrift, d.h. Handschrift B, 15 Strophen, so sind in der Wiener Liederhandschrift (Handschrift A) 16 Strophen notiert. Vor der Schlußstrophe, sprich der XV. Strophe in der Handschrift B, ist eine weitere Strophe eingeschoben, in der erfolgreich Fürbitte für einen ‚Freund’ des Dichters geleistet wird, der achteinhalb Jahre in Gefangenschaft des Fürsten verbrachte. Bei jenem Freund handelt es sich um Aldrighetto Costebarco. Diese zusätzliche Strophe wurde in der Handschrift B vermutlich gestrichen, da Oswald sie zu seiner negativen Beurteilung des Landesfürsten Herzog Friedrich einsetzte. Durch aubenteuer tal und perg ist nicht nur stark biographisch geprägt, sondern enthält zudem auch zahlreiche Zusatzinformationen zu den erhaltenen historischen Quellen über Oswalds Gefangenschaft im Jahre 1427. So kann dieses Lied zwar über weitere Begebenheiten der Gefangenschaft Auskunft geben, doch muß dabei beachtet werden, daß der Stoff zwar aus der Realität bezogen ist, aber dessen literarische Umsetzung nicht analog zu den realen Ereignissen sein muß. Das heißt, zwischen tatsächlich Erlebtem und im Nachhinein Erzähtem muß unterschieden werden. Auch wenn Kl. 26 eine biographische Deutung nahezu herauszufordern scheint, sollte doch mit Bedacht die literarische Darstellung der geschilderten Gefangenschaft des lyrischen Ichs betrachtet werden.
 

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