Ovidisches im Eneasroman Heinrichs von Veldeke und im Eraclius des Meister Otte - ein Vergleich

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GRIN Verlag, Sep 29, 2005 - Literary Criticism - 43 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1,0, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (Germanistisches Institut, Lehrstuhl für Ältere Deutsche Literatur), 22 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Rahmen dieser Arbeit möchte ich mich mit der Verwendung ovidischer Elemente in Veldekes Eneasroman und Meister Ottes Eraclius beschäftigen. Der Schwerpunkt soll auf der Liebesdarstellung, sowie einem Vergleich der Darstellungsweisen der Hauptfiguren liegen. Ich hoffe, daß sich aus diesem Vergleich Aufschlüsse über die eventuell unterschiedlichen Funktionen der ovidisch geprägten Darstellungsweisen, zum einen für die Handlungsebene, zum anderen für die Werkebene, ergeben. Auf den ersten Blick scheint ein Vergleich nicht besonders sinnvoll: Auf der einen Seite ein Antikenroman, dem die Forschung das Prädikat „frühhöfisch“ angeheftet hat, auf der anderen Seite ein Werk, das sich durch die Vielzahl der verwendeten Stoffe einer eindeutigen gattungsspezifischen Zuordnung entzieht und aufgrund der Thematik und Bearbeitung der geistlich bzw. religiös geprägten Dichtung zuzuordnen ist. Dennoch bietet sich der Vergleich aus mehreren Gründen an. Zum einen bedienen sich beide Autoren ovidischer Elemente und zwar auf stofflicher wie auf poetologischer Ebene. Dies soll anhand der Monologe, insbesondere ihrer Liebesdarstellung, aufgezeigt werden. Zum anderen ist die Ausgangsbasis beider Dichter ähnlich, da sowohl Veldeke als auch Otte nach einer französischen Vorlage arbeiten, so daß im Einzelfall entschieden werden muß, ob der Autor nur Vorgegebenes übernimmt, gegebenenfalls verändert oder selbständig auf antike Quellen zurückgreift. Die Ovidrezeption in Veldekes Eneasroman ist schon seit geraumer Zeit Gegenstandder germanistischen Forschung. Dem entsprechend steht hier eine Fülle von Untersuchungen zur Verfügung. Im Gegensatz dazu führt Ottes Eraclius in der Germanistik eine Art Schattendasein, so daß sich die Sekundärliteratur auf wenige Einzeluntersuchungen beschränkt. Aus diesem Grund werde ich mit meinem Vergleich auf gesichertem Terrain, d. h. bei Veldeke, beginnen und dann versuchen, die gewonnenen Erkenntnisse für eine Untersuchung der Athanaisepisode im Eraclius nutzbringend anzuwenden. Einleitend möchte ich mit einem kurzen Abriß der Ovidrezeption im 12. Jahrhundert, der sogenannten aetas ovidiana, beginnen.
 

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