Paderborn als Stützpunkt der Sachsenmission

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GRIN Verlag, Jul 21, 2006 - History - 33 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: gut, 2,0, Universität Paderborn (Historisches Institut), Veranstaltung: Die Inszenierung religiöser Konfrontationen., 25 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: „Kein anderer Krieg ist von den Franken mit ähnlicher Ausdauer, Erbitterung und Mühe geführt worden wie dieser“ schrieb Einhard in seiner bedeutenden Karlsvita. Die Sachsenkriege, die Karl der Große im Jahre 772 wohl nur mit dem Ziel der Grenzsicherung begann, erstreckten sich über einen Zeitraum von 33 Jah¬ren. Der Konflikt verwandelte sich schnell zu einem Eroberungs- und Missions¬krieg, der seinen schrecklichen Höhepunkt in der Massenhinrichtung in Verden an der Aller fand. Ein „Prediger mit eiserner Zunge“ wurde Karl von einem Zeitgenos¬sen genannt, da er die Befriedung und Integration mit großer Härte durchzusetzen versuchte. Dabei entwickelte sich Paderborn aufgrund seiner hervorragenden geografi¬schen Lage schnell zu einem wichtigen Stützpunkt, sowohl für militärische Akti¬onen, als auch für die Politik und die Mission in Sachsen. Karl ließ hier früh eine erste Pfalz und eine Kirche errichten. Das in diesem Zusammenhang stehende Lied über die Bekehrung der Sachsen (Carmen de Conversione Saxonum) lässt erkennen, dass die Franken nicht mit einer derart langen Auseinandersetzung ge¬rechnet hatten. Reichsversammlungen, die Einteilung Sachsens in Missionsspren¬gel, die Bistumsgründung und nicht zuletzt das Treffen Karls des Großen mit Papst Leo III. sind weitere Anzeichen dafür, welch große Bedeutung Paderborn im Zusammenhang mit der Sachsenmission inne hatte. In dieser Arbeit sollen in den ersten beiden Kapiteln zunächst das Volk der Sachsen und die Sachsenkriege beschrieben werden, da dieser Hintergrund für die Missionstätigkeit von Bedeutung ist. Die Schwerpunkte liegen dabei vor allem bei den Gründen für diese außergewöhnlich lange Kriegszeit und in der Betrachtung des „Carmen de Conversione Saxonum“. Im Anschluss steht die Entwicklung und die Rolle Paderborns im Vordergrund.
 

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