Paderborner Epos - Ein Loblied auf Karl den Großen?: Ein Loblied auf Karl den Großen oder ein geschickt zusammengesetztes Kunstwerk aus Passagen antiker Autoren?

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GRIN Verlag, Mar 3, 2011 - History - 15 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,3, Universität Paderborn, Sprache: Deutsch, Abstract: Bei Karl dem Großen handelt es sich um eine Person, die, gerade weil sie eine prägende Figur des Frühmittelalters war, auch heute noch Gegenstand der aktuellen Forschung ist. Der Aufstieg Karls vom König zum Kaiser, gekrönt durch Papst Leo III. am ersten Weihnachtstag im Jahre 800, ist wohl eines der bekanntesten Daten zu seiner Person. Der Frankenkönig übernahm bis zu diesem Zeitpunkt den weltlichen Schutz des Papstes und Roms. Jedoch brachte ihm die legitime Kaiserwürde die höchste weltliche Gewalt ein, die der oströmische Kaiser zuvor innehatte. Eine literarische Quelle, unter den verschiedenen Bezeichnungen Karolus Magnus et Leo Papa, Paderborner Epos, Aachener Karlsepos bekannt, beschäftigt sich unter anderem mit dem Besuch des Papstes in Paderborn als Gast des Frankenkönigs im Jahre 799. Da „das Epos ein Kunstwerk der Dichtung ist und kein historischer Bericht“ (PADBERG, Lutz von/SCHWIND, Johannes/HENTZE, Wilhelm (Hg.), De Karolo rege et Leone papa, Paderborn 1999, S. 79.) kann die Interpretation der Ereignisse auf literarischer Ebene basieren. Die Übersetzung (Karlsepos, übers. v.: BRUNHÖLZL, Franz, in:Prof. Dr. HONSELMANN, Klemens, Karolus Magnus et Leo Papa. Paderborner Epos vom Jahre 799, Paderborn 1966.) von Franz Brünhölzl ist Gegenstand und zugleich Grundlage der Arbeit. Eine Erläuterung der verwendeten Quelle soll zunächst Aufschluss über das weitere Vorgehen vermitteln. Um einen besseren Einblick in die Thematik zu bekommen, werden im Anschluss die folgenden Fragen näher untersucht. Wer war der Verfasser? Welche Intention verfolgte er? Wer war sein Publikum? Welche Vorlagen verwendete der Verfasser, und wie hat er diese im Epos verarbeitet? Eine wesentliche Grundlage für das Verstehen des Textes ist die Bezugnahme auf die ursprünglichen Szenen antiker Werke, die sehr oft Verwendung finden. Hierbei beschränke ich mich auf einige wenige Szenen aus dem Epos, die mit dem Original aus der Bibel (Die Bibel. Altes und Neues Testament. Einheitsübersetzung, Stuttgart 1980.) verglichen werden. Als Sekundärliteratur ist mir die Monografie von Christine Ratkowitsch (RATKOWITSCH, Christine, Karolus Magnus. Alter Aeneas, alter Martinus, alter Iustinus. Zu Intention und Datierung des „Aachener Karlsepos“, Wien 1997.), aus der neueren Forschung, eine große Hilfe, um die literarischen Aspekte der Quelle besser zu verstehen.
 

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