Papst Gregor VII und dessen Konflikt mit Heinrich IV: Der Gang nach Canossa

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GRIN Verlag, 2010 - 40 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Mittelalter, Fruhe Neuzeit, Note: 2,0, Technische Universitat Dresden (Institut fur Geschichte), Veranstaltung: Reich und Kirche im fruhen und hohen Mittelalter, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Auseinandersetzung zwischen dem deutschen Konig Heinrich IV. und Papst Gregor VII. und dessen Hohepunkt, der "Gang nach Canossa," gehort gewiss zu den bekanntesten Ereignissen des Mittelalters. Immer wieder erhitzte er die Gemuter und regte zu Diskussionen an. Noch heute wird der Konflikt zwischen Gregor und Heinrich oft einfach als Investiturstreit bezeichnet. Doch welche Rolle spielte die Investiturfrage in der Auseinandersetzung bis Canossa tatsachlich? Weder Gregor VII., noch seine Vorganger waren die Erfinder des so genannten Investiturproblems. Vielmehr begrundete es sich in einer Idee, die seit den funfziger Jahren des 11. Jahrhunderts immer mehr zum Tragen kam. Sie beinhaltete, dass die Verflechtung von geistlicher und weltlicher Rechtsphare fur die Kirchen ein untragbarer Zustand sei. Noch um die Jahrtausendwende hingegen, sah man darin nichts Verbotenes oder gar Anstoiges, denn jeder Konig bzw. Adlige war der Auffassung auf seinem Grund und Boden Kirchen errichten und bei der Bestellung ihrer Amtsinhaber mitwirken zu konnen. Vor allem in Burgund, der Normandie und der Bretagne waren es Herzoge und Grafen, die die Investitur betrieben. Eben diese Ubertretung des Kirchenrechts, welches seit jeher jedoch deutlich zwischen Laien und Klerikern unterschieden hatte, rief den Widerstand religioser Fundamentalisten hervor. Doch man muss an diesem Punkt der Entwicklung darauf verweisen, dass dieser Protest keineswegs von der breiten Masse getragen wurde. So stand Bischof Wazo von Luttich noch relativ isoliert da, wenn er den prinzipiellen Vorrang des Priestertums vor dem Konigtum beanspruchte. Dieser geistige Klarungsprozess, welcher sich hier andeutet macht verstandlich, dass die Gegensatze u
 

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