Parasoziale Interaktion und Virtualität

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GRIN Verlag, Nov 2, 2005 - Language Arts & Disciplines - 121 pages
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Diplomarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Forschung und Studien, Note: 1,3, Universität Siegen (Medien-Planung, -Entwicklung und -Beratung), 84 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung „Der große Unterschied zum Fernsehen ist, daß [sic!] VRWelten nicht beobachtet, sondern erlebt werden. Diese simulierte Scheinwelt kann noch so stark von der Realität abweichen, die empfundenen Gefühle und Sinnesreizungen sind echt “ 1. Wie Willim schon 1992 feststellte, bieten virtuelle Welten sinnlich ein umfassenderes Erlebnis als das beim Fernsehen der Fall ist. Seit 1992 hat sich nun viel verändert. Virtuelle Welten werden immer bunter, realistischer und auch interaktiver. Hinzu kommt, dass sie mittlerweile der breiten Masse zur Verfügung stehen. Laut der ARD/ZDF-Online-Studie 2004 nutzen mittlerweile rund 55 Prozent der Bundesbürger zumindest gelegentlich das Internet2. „Hochgerechnet sind dies 35,7 Millionen Erwachsene, die E-Mails versenden und empfangen, surfen, chatten und Informationen abrufen. ” 3 Damit verbreitet sich das Internet in Deutschland schneller als seinerzeit das Fernsehen4. Fernsehen hat Konkurrenz bekommen und ebenso wie man sich bei der raschen Verbreitung des Fernsehens Gedanken über mögliche, damit einhergehende negative und positive Auswirkungen machte, beschäftigt man sich heute mit der Frage danach, welche Bedeutung das Internet für den Nutzer hat und welche Auswirkung es langfristig, ebenfalls im positiven oder negativen Sinne, auf ihn haben kann. Ein Bereich, in dem in diesem Zusammenhang geforscht wird, ist der, der sich mit dem Umgang mit virtuellen Persönlichkeiten, so genannten Avataren beschäftigt. Über die Frage hinaus, ob das Internet nun ein gutes oder ein schlechtes Medium ist, versucht man herauszuarbeiten, ob Avataren, ähnlich den Ankerpersonen im Fernsehen, das Potenzial innewohnt, dem Nutzer als Vertrauter zur Seite zu stehen, ein parasozialer Freund zu sein. Das Konzept der parasozialen Interaktion, auf dem diese Annahmen basieren, im Folgenden mit PSI bezeichnet, wurde bereits in den 50er Jahren von den beiden amerikanischen Sozialwissenschaftlern Donald Horton und Richard Wohl entwickelt5 und beschäftigt sich eigentlich mit dem Umgang der Rezipienten mit so genannten Personae im Radio, Fernsehen und Kino6. [...]
 

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