Patente und Produktmarktwettbewerb: Der strategische Einsatz von Patenten im Wettbewerb jenseits der Innovationsförderung - eine Untersuchung wettbewerbspolitisch relevanter Patentstrategien

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Mohr Siebeck, 2011 - Business & Economics - 542 pages
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English summary: Patent and competition law are widely considered to be complementary branches of law aimed at protecting dynamic and static competition. Nevertheless, the boundary between both areas is still very controversial, as patents are increasingly being used as purely strategic instruments in static competition. If such patents are unavoidable due to the structure of real patent systems, Christoph Reiss suggests that these strategic patents must be analyzed as competition parameters on their own without any reference to the innovation protection aspect of patent law. He considers the effects of strategic patents on competition in a number of game-theoretic models. He focuses on deterrence strategies and endogenous entry in asymmetric markets and on cumulative complementary patents, showing that strategic patents can - under certain conditions - have positive effects on welfare. Thus, in a second-best world, from a normative perspective it is hardly sensible to aim purely at their elimination. German description: Patent- und Wettbewerbsrecht werden heute meist als komplementare, auf den Schutz dynamischen und statischen Wettbewerbs zielende Rechtsbereiche betrachtet. Die konkrete Grenzziehung zwischen beiden ist jedoch sehr umstritten. Ursache hierfur sind Patente, die statt zum Innovationsschutz als strategische Instrumente im statischen Wettbewerb verwendet werden.Sofern derartige Patente aufgrund der Konstruktion realer Patentsysteme unvermeidbar sind, mussen strategische Patente als eigenstandige Wettbewerbsparameter losgelost von Innovationsaspekten analysiert werden. Christoph Reiss untersucht die Wettbewerbswirkungen strategischer Patente in verschiedenen spieltheoretischen Modellen, die insbesondere Abschreckungsstrategien und endogenen Zutritt in asymmetrischen Marktstrukturen und kumulativ-komplementare Patente thematisieren. Es zeigt sich, dass strategische Patente unter bestimmten Bedingungen positive Wohlfahrtswirkungen haben und deswegen ihre umstandslose Reduzierung in einer zweitbesten Welt normativ nicht angezeigt ist.
 

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Contents

Abschließende Bemerkungen
465
Anhang V
491
Anhang VI
505

Common terms and phrases

Abbildung Abschnitt Abschreckung Abschreckungsgleichgewicht allerdings Alternative Analyse Anmeldung Anreize Bedingungen beiden bereits betrachtet bezüglich defensive deswegen diskutiert Downstream-Spieler drastischen Innovationen Duopol dynamischer Effizienz Effekte Effizienz Eintrittskosten empirische endogenen Ergebnisse ergibt erst Etablierten ex ante ex post exogenen Externalität Fall fixen Folgenden folglich Gewinne gilt grundsätzlich Höhe hold-up industrieökonomischen Ineffizienzen Innovationen Innovator insbesondere Insoweit Investitionen jeweils Kollusion konkreten Konkurrenten könnte Kontext Kosten lediglich Lizenz Lizenzgebühren Marginalisierung Markt Markteintritt Markteintrittskosten Marktstruktur Marktzutritt Modell möglich möglicherweise Monopol muss Nash-Gleichgewicht Netzwerkeffekten nichtdrastischen Innovationen nichtintegrierten nichtkooperativen niedriger normative ökonomisch Option Patentanmeldung Patentdickicht Patenthalter Patentierung Patentpools Patentrecht Patentsystemkosten Patentsystems Patentverhalten Patentverwendung Portfolien positive potentiellen Präemption Produkt Produktmarkt Produktmarktwettbewerb Proposition Rahmen Rambus Realoptionen realweltlich relativ relevanten resultiert schen schlafende Patente somit sowohl sozial spezifischen Investitionen Spieler Spieltheorie Standard strategische Patentportfolien strategischer Patente Stufe symmetrischen Gleichgewicht symmetrisches Duopol Technologie Teilspiel teilspielperfekten Gleichgewicht Troll Überlegungen Unternehmen Unterschied unterstellt vertikaler Integration Wettbewerb Wettbewerbspolitik Wettbewerbsrecht Wiewohl zeigt zumindest zusätzlich zweiten

About the author (2011)

Christoph Reiss, Geboren 1979; Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universitat Bayreuth; Wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. Lehrbeauftragter am Lehrstuhl fur Wirtschaftstheorie an der Universitat Bayreuth; Promotionsstipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung; 2010 Promotion; seit Mai 2010 Konjunkturanalyst im Industrie-Sektor der Siemens AG (Nurnberg).

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