Patentierungsstrategien und die TRIZ Innovationsprinzipien: Analyse, Systematik und Handlungsmuster

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GRIN Verlag, Nov 12, 2012 - Technology & Engineering - 116 pages
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Diplomarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Ingenieurwissenschaften - Wirtschaftsingenieurwesen, Note: 1,7, Universität Kassel (Fachgebiet Innovations- und TechnologieManagement), Sprache: Deutsch, Abstract: Wer die aktuellen Wirtschaftsnachrichten verfolgt, der wird immer wieder auf Meldungen über Patentstreits aufmerksam. Ein aktuelles und zugleich spannendes Beispiel liefert hierbei die Auseinandersetzung zwischen Yahoo und Facebook. Kurz vor dem Börsengang von Facebook (geplant für Mai 2012) versuchte Yahoo Anfang März 2012 Facebook wegen der Verletzung von zehn Patenten zu verklagen. Dabei beanspruchte Yahoo eine Reihe von grundlegenden Funktionen für soziale Netzwerke, wie die Technologien zum Versenden von Nachrichten, zur Anzeige von Neuigkeiten oder zur Abgabe von Kommentaren. Als Abwehrvorbereitung auf mögliche Patentauseinandersetzungen im Rahmen des bevorstehenden Börsengangs erwarb Facebook im Voraus mehrere hundert Patente von IBM, auf die auch Yahoo Lizenzen hält. Damit war Facebook in der Lage Anfang April 2012 mit einer Gegenklage zu kontern, die eine umfangreiche Liste von Yahoo-Diensten betraf, um die Klage von Yahoo zurückzuweisen, bzw. den Konkurrenten von weiteren Angriffen abzuhalten. Anhand dieses Beispiels lässt sich erahnen, welche Bedeutung das Themenfeld der Patente für die strategische Unternehmensführung hat. Speziell Deutschland wird von internationalen Unternehmen gerne als Schlachtfeld für Patentstreitigkeiten gewählt, insgesamt werden 16-mal mehr Patentprozesse als in Großbritannien oder Frankreich geführt. Dies liegt zum einen am bedeutungsvollen deutschen Markt und an der spezialisierten Gerichtbarkeit, zum anderen sind in Deutschland Verkaufsverbote deutlich schneller zu erwirken, da hierzulande die Prüfung von Patentverletzung von der Prüfung der Berechtigung entkoppelt ist. Man kann das Patentmanagement von zwei Standpunkten aus betrachten: Von dem des Marktes, der Patente als Gegenstand der strategischen Handlungsfähigkeit eines Unternehmens definiert oder unternehmensintern mit einem Fokus auf Innovationsmanagement und innerbetriebliche Forschungs- und Entwicklungsbemühungen (F&E-Bemühungen) zur Generierung von Patenten. Folgt man letzterer Darstellung, dann ist ein Patent das Ergebnis eines schöpferischen Prozesses. Es ist also die Essenz einer erfinderischen Tätigkeit. Das Leitmotiv dieser Abhandlung ist die Suche nach einer Möglichkeit zur Verknüpfung einer spezifisch ausgewählten Kreativitätsmethodik mit dem strategischen Patentmanagement. Darauf basierend werden Muster für den Umgang mit Patenten entwickelt, um verwertbare Handlungsempfehlungen abzuleiten.
 

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Contents

Trend in total patent applications
2
Darstellung der Methode des Versuchs und Irrtums
6
Strategisches Patentmanagement
10
Phasen des Innovationsprozesses
12
Abgrenzung Inventionen Patente und Innovationen
13
Tabellenverzeichnis
14
Patentmanagement in der Unternehmensplanung
24
Schutzreichweite und Erfindungshöhe
27
Einordnung der Kampfstrategien nach Durö und Sandström
50
Defensive Patentstrategien im Technologieraum
51
Strategien für eine Konfrontation mit einem Blockadepatent
52
Inter multi transnationale und globale Patentstrategien
54
Die Theorie des erfinderischen Problemlösens TRIZ
55
TRIZWerkzeuge
59
Algorithmus der Transformation
63
Umkehr und Universalprinzipien
70

Arten von Informationsabfluss
28
Technologielebenszyklus nach SommerlatteDeschamps
33
Technologieportfolio
34
Unternehmensbezogenes Patentportfolio nach Ernst
35
Normstrategien des strategischen Patentportfoliomanagements
37
Die fünf Offensivstrategien nach Kotler
42
Offensive Patentstrategien im Technologieraum
44
Die sechs Defensivstrategien nach Kotler
49
4Übertragung der 40 innovativen Prinzipien auf Patentstrategien
71
Innovationscluster 1 ZerlegungAbtrennungLoslösung
73
Erzeugung von PatentNetzwerken und PatentSchachtelungen
75
Innovationscluster 2 Universalität MultifunktionalitätFunktionskopplung
78
Angreifbarkeit von Patentportfolien
84
Innovationscluster 3 Optimale Arbeitsbedingungen
85
Innovationscluster 4 Schadensvorbeugung
89
Schlussbetrachtung
96

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Common terms and phrases

40 innovativen Prinzipien Abbildung allerdings Altschuller Analyse Angreifer Anmeldung Ansatz ARIZ Betrachtung bspw Burr bzgl Cluster dargestellt defensive Patentstrategien deutlich DPMA eigene Patent Ensthaler/Strübbe 2006 erfinderischen Tätigkeit Erfindung Erfindungshöhe erstellt in Anlehnung Europäisches Patentübereinkommen Europäisches Patentübereinkommen EPÜ Facebook Forderung Funktionen Gassmann/Bader 2007 Gebrauchsmuster Genrich Saulowitsch Altschuller Geschmacksmuster gewerbliche Schutzrechte Granstrand 1999 Handlungsempfehlungen Hierbei hohe innerhalb eines Objekts Innova Innovationen Innovationscluster Innovationsprozess inventing Invention Kapitel KMUs Konkurrenten Kopplung Kotler kreativen Kreuzlizenzierung lassen Lizenz Lizenzierung management Marketing-Warfare“-Ansatz Markt Matrjoschka Methode Möglichkeit muss Normteile Nutzung offensive optimalen Arbeitsbedingungen optische Kopien Patent Cooperation Treaty Patent-Clusters Patent-Netzwerk Patentanmeldung Patentgesetz PatG Patentierungsstrategien Patentpools Patentportfolio Patentrecherchen Patentschriften Patentumfeld Prinzip der Anwendung Prinzip der Gegenmasse Produkte reverse engineering Rückkopplungen schädliche Faktoren Schutz Schutzbereich Schutzreichweite Schwächen sinnvoll somit sowie Stand der Technik stark strategische Patente strategischen Patentmanagement technischen Technologie Technologiefeld Technologieportfolio Teile eines Objekts Thematik TRIZ TRIZ-Methoden TRIZ-Werkzeuge U-Boot-Patent Übertragung Unternehmen unterschiedliche Verteidigung Weiteren Wettbewerber Widersprüche Wirkung Wissens Zobel

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