Paul Celan: Vor einer Kerze - Eine Gedichtanalyse

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GRIN Verlag, 2009 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universitat Konstanz (Fachbereich Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Horspiel und Lyrik nach 1945, Sprache: Deutsch, Abstract: Eine ausfuhrliche, vor allem thematische und motivgeschichtliche von Gedichtanalyse Paul Celans' 'Vor einer Kerze'. Paul Celans Gedicht 'Vor einer Kerze' ist 1953 entstanden und wurde in seinem zweiten Gedichtband 'Von Schwelle zu Schwelle' 1955 veroffentlicht. Der Gedichtband besteht aus drei Zyklen, wobei 'Vor einer Kerze' im zweiten Zyklus' unter dem Titel 'Mit wechselndem Schlussel' steht. Das mit 45 Versen langste Gedicht des Bandes ist als 24. von 47 Gedichten numerisch in der Mitte. Es beschreibt eine Situation, in welcher das Lyrische Ich sich in die Sphare des Jenseits begibt und ist in einer Stimmung der schicksalhaften Erfahrung des Todes geschrieben. Das Zentralthema des dichterischen Werks Paul Celans ist eine dialogische Situation eines lyrischen Ichs mit einem angesprochenen Du. In 'Vor einer Kerze' steht das lyrische Ich mit dem Du der Toten im Dialog. Celan thematisiert hier, ebenso wie in vielen anderen seiner Gedichte, die Erfahrungen des Holocaust. Er kombiniert den personlichen Schmerz uber den Tod seiner Eltern mit der leidvollen Erfahrung des Volkermords. Erinnerungen und Traume kreuzen einander in der chiffrenreichen dichten Sprache Celans. Das Gedicht steht unter dem Zeichen des magischen Totengedenkens. Der Text ist ein Ritual der Beschworung in allen Dimensionen und Bedeutungen des Wortes. Es ist ein Schwur, eine eindringliche Bitte und ein Erinnern an die Verstorbenen. [...]

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