Paul Celan «Die Todesfuge» - Eine Gedichtinterpretation

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GRIN Verlag, 2008 - 32 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Universitat Paderborn, 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Todesfuge ist das wohl meist interpretierte Celan Gedicht. "Sie steht in dem Ruf, jedem auch nur halbwegs geschichtserfahrenen Leser verstandlich zu sein," deshalb ist es auch oft in Schulbuchern und an Holocaustgedenktagen prasent. Die Todesfuge ist vielfaltig diskutiert und interpretiert worden, so dass sie zwischen "Verstehen und Missverstandnis" schwankt. Von der Gruppe 47 verlacht, aber auch gelobt, ist die Todesfuge ein Gedicht, dass jeder kennen sollte. Auch ich habe mich mit ihr auseinander gesetzt. Die Ergebnisse davon stelle ich nun im Folgenden vor. Celan selbst hat sich nie dazu geauert "wann und wo sie verfasst worden ist." Doch durch Freunde Celans wei man, dass die Todesfuge in Czernowitz ungefahr 1944 geschrieben, jedoch dann 1945 in Bukarest vollendet wurde. Erstmals entstand das Gedicht in rumanischer Fassung unter dem Namen "Tangoul Mortii" und wurde in Bukarest veroffentlicht. Der rumanische Titel bedeutet "Todestango," dieser wurde bei der deutschen Ubersetzung 1947 von Paul Celan in "Todesfuge" umgeandert. "Celan wies einmal darauf hin, da Todesfuge aus einem Artikel uber Juden entstanden sei, die in einem Nazi-Lager Tanzmusik spielen muten." Dieser Hinweis findet sich in der Bukarester Zeitschrift "Contemporanul" in Bezug auf Celans Gedicht. Das Wort "Fuge" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie "Flucht" und "Weglaufen." So kann der Titel "als Flucht in den Tod" aber auch als "Flucht vor dem Tod" verstanden werden. Die musikalische Fuge wird als "multiperspektivisch" betrachtet: zwei musikalische Themen, ein sogenanntes Haupt- und ein Nebenthema, oder ein Gegenthema werden einander gegenubergestellt. Diese Schemata finden sich in Celans Gedicht eindeutig wieder indem das "er" und "wir" si

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