Peter Halket im Mashonalande

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GRIN Verlag, 2009 - 88 pages
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Klassiker aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Sprache: Deutsch, Abstract: Es war eine dunkle Nacht und von Osten her kam ein schneidend kalter Luftzug, der nicht stark genug war, das Feuer auszuloschen, welches sich der Reiter Peter Halket angezundet hatte, aber die Flamme doch ein wenig hin und her wehte. Er sass neben dem Feuer oben auf einem Koppje. Rings um ihn herrschte undurchdringliche Finsternis; nicht ein Stern war an der schwarzen Wolbung uber seinem Haupt sichtbar. Er und ein Dutzend anderer Mannschaften von der Chartered Company waren unterwegs um Vorrate von Mais und Reis in das nachste Lager zu bringen; man hatte ihn zu Fuss als Kundschafter langs einer niedrigen Hugelkette ausgeschickt und er hatte sich dabei verirrt. Seit acht Uhr morgens war er zwischen dem hohen Gras, den kleinen Steinkuppen und dem verkruppelten Gestrupp herumgewandert, ohne eine andere Spur menschlicher Wohnungen zu treffen, als die Uberbleibsel eines niedergebrannten Kaffernkraals, und ein verwustetes, zertretenes Maisfeld; denn vor vier Wochen hatten die Soldaten der Chartered Company hier eine Niederlassung der Eingeborenen zerstort. Dreimal war es ihm im Lauf dieses Tages begegnet, dass er an die namliche Stelle zuruckgekehrt war, von der er ausgegangen; auch war es gar nicht seine Absicht, sich sehr weit zu entfernen. Denn er wusste, seine Kameraden wurden umkehren, ihn zu suchen, wenn er abends nicht im Lager eintrafe, und nach der Stelle zuruckkommen, an der sie ihn zuletzt gesehen hatten. Peter Halket war sehr mude. Den ganzen Tag uber hatte er nichts gegessen und selbst nicht aus dem Flaschchen mit Kapbrandy getrunken, das in seiner Brusttasche steckte; wusste er doch nicht, wann er es wieder gefullt be
 

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