Peter Handke - Skandale, oder eine skandalöse Inszenierung?

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GRIN Verlag, 2011 - 64 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,3, Karlsruher Institut fur Technologie (KIT), Veranstaltung: Autoreninszenierung, Sprache: Deutsch, Abstract: Schon in seinen Anfangen zeichnete sich die literarische Karriere Peter Handkes durch Skandale aus. Angefangen bei seinem Auftritt in Princeton bei der Gruppe 47 bis schliesslich zu seiner Grabrede fur Slobodan Milo evi . Es fallt auf, dass der Schriftsteller in seinen fruheren Werken darum bemuht war, in den Menschen verankerten Uberzeugungen entgegen zu treten. Seine Leser und die Zuschauer waren zuerst emport uber diese neue Art der Literatur und des Theaters, gewohnten sich jedoch mit der Zeit an Peter Handkes unkonventionelle Darstellungsform. Der Schriftsteller konnte dadurch keine neuen Skandale auslosen, womit er eine wichtige Intention seiner literarischen Darbietungsweise verlor. Erst als Handke in seinem Reisebericht Eine winterliche Reise eine politische Stellung bezog, sorgte der Schriftsteller wieder fur grossere Aufregung unter seinen Kritikern. Sein Publikum hatte nicht damit gerechnet, dass Peter Handke nach seinen auf die poetische Dimension ausgerichteten Texten unversehens politisch und historisch argumentierte. In einem Interview im Marz 1996 eroffnete er: Mein Schreiber-Leben hat einen Sprung bekommen. Einen Sprung wie bei einem Gefass oder einen Sprung wie hic Rhodus, hic salta! - da bin ich mir selbst noch nicht sicher. Etwas wird dazukommen mussen, was ich immer abgelehnt habe: Historie. Geschichte. Oder es wird uberhaupt nichts mehr sein." Seine Werke zu Serbien wurden nicht als wirkungsvollen Affront gegen gesellschaftliche Konventionen gesehen, sondern als Entwurf eines utopischen Wunschlandes oder sie wurden sogar demagogisch aufgefasst. Immer wieder warfen seine Kritiker dem Schriftsteller Realitatsferne, falschen Pathos und narzisstische Selbstinszenierung vor. Bis zu den Texten und Essays von Handke waren die Politiker und Medien
 

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