Peter Handkes "Don Juan (erzählt von ihm selbst)" in der Tradition des Don Juan-Stoffes

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GRIN Verlag, Oct 13, 2008 - Literary Criticism - 100 pages
Magisterarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 42 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: „Chi son’io tu non saprai – Wer ich bin, erfährst du nicht.“ Dieser Ausspruch des Don Juan aus Mozarts Werk „Der bestrafte Verführer oder Don Giovanni“ steht symbolisch für die grundlegende Frage, mit der ich mich in der folgenden Arbeit beschäftigen werde. Wer ist die Figur des Don Juan wirklich? Der Don Juan-Mythos beschäftigt die literarische Welt seit fast vier Jahrhunderten. Über dreitausend Werke in der Literatur, der Musik und im Film behandeln den Stoff des unersättlichen Verführers der Frauenwelt. Was macht den Reiz des Mythos Don Juan aus? Wieso beschäftigen sich Schriftsteller aus aller Welt immer wieder mit dieser Figur? Die Don Juan-Darstellungen beginnen im 17. Jahrhundert und reichen bis in die Gegenwart. Die Figur des Don Juan macht im Laufe der Jahrhunderte eine bemerkenswerte Entwicklung mit. Diese soll im Verlauf meiner Arbeit verdeutlicht werden. Der Mythos Don Juan fasziniert bis heute Autoren weltweit. Daher steht im Zentrum dieser Arbeit Peter Handkes 2004 veröffentlichte Erzählung „Don Juan (erzählt von ihm selbst)“. Hierbei sind für mich neben der Interpretation des Werkes folgende Fragen vorrangig: Passt der von Handke dargestellte Don Juan des 21. Jahrhunderts überhaupt noch in die Tradition des Don Juan-Stoffes? Inwieweit entfernt sich Handke von seinen Vorgängern? Schafft er einen ganz neuen Don Juan? Oder bestehen bezeichnende Merkmale, die sich durch die gesamte Tradition hindurchziehen? Welchen Wandel durchlebt der Mythos des Don Juan vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart? Um diese Fragen eingehend zu beantworten, werde ich die Tradition des Don Juan-Stoffes genauer betrachten. Da die Tradition des Don Juan Stoffes jedoch überaus weitreichend ist, beschränke ich mich auf vier ausgewählte Beispiele: Tirso de Molinas „Don Juan – Der Verführer von Sevilla und der steinerne Gast“, Molières „Don Juan oder Der steinerne Gast“, Mozarts „Der bestrafte Verführer oder Don Giovanni“ sowie Grabbes „Don Juan und Faust“.
 

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II
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III
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