Philosophische Fragen der Gegenwart

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W. Friedrich, 1885 - Philosophie - 298 pages
 

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absoluten abstracte antilogische Aseität ausser Begriff beiden Beweis Bewusstsein Bilance bloss Bogen gr Brahma Brahmanismus Buddhismus buddhistischen Christenthum christlichen concreten Consequenzen Denken Dialektik Einheit Empfindungen empirischen Pessimismus Empirismus Entwickelung Erkenntnisstheorie erklären erst ethischen eudämonologischen Geheimlehre Geist geistigen Gerechtigkeit Geschichte Gesetz giebt Glückseligkeit Gnosis Gott Hegel Hegel's Hegel'schen Hegelianismus Heteronomie höheren Idee Illusionismus immanente Inhalt Irrthum Kant Kant's Kant'schen keit Lasson Leben Lehre letzteren lichen logischen Lust Maass Materialismus Menschen Menschheit metaphysischen metaphysischen Pessimismus mismus möglich Monismus moralischen muss Natur negative Neukantianismus Nirwana objectiven Optimismus Persönlichkeit Pessi phänomenalen Phänomenalismus Philo Philosophie positiven praktisch Princip Process Proportionalität psychologische Realdialektik realen Recht Rechtsordnung Rechtsphilosophie Religionsphilosophie religiösen Schein Schopen Schopenhauer Schopenhauer's Schüz Seienden Selbstentzweiung Seligkeit Sinne sittlichen Skepticismus Sphäre Spiritismus Staat Stande Standpunkt Subject subjectiven Idealismus Systems teleologischen Thatsache theils Theismus transcendentalen Realismus Unbewussten unserer Vernunft verschiedenen viel Volkelt Wahrheit Welt Weltprocesses Werth Wesen Widerspruch widerspruchsvollen Willens Wirklichkeit Wissenschaft zugleich Zustand Zweck zweiten

Popular passages

Page 219 - Entwickelung einzubüssen (205 — -207). Dies versucht das Recht; freilich löst es seine Aufgabe nur in unvollkommener, approximativer Weise. „Die Rechtsordnung schützt nicht so gar selten den, der unsittlich handelt, gegen den unschuldig Leidenden, so lange jener sich in der Form Rechtens hält. Aller mögliche Betrug in Kauf und Verkauf, alle Grausamkeit des Selbstsüchtigen und Habgierigen, alle Unwahrheit und Arglist des Ränkeschmieds und des Verräthers findet in der Rechtsordnung- selbst...
Page 284 - Möglichkeit ausgeschlossen ist, von der Erfahrung einmal als Wahrheit erwiesen zu werden, wohingegen jedes widerspruchslose Vorstellungsgebilde schon durch seinen Verstoss gegen das formale Kriterion der Wahrheit für ewig von der Möglichkeit der empirischen Bewährung ausgeschlossen bleibt.
Page 142 - Seite her zum Gipfel hinaufgelangt sind. Wenn ich in der „Religion des Geistes" auf jedem Punkte die Synthese der indischen und christlichen Weltanschauung durchzuführen versucht habe, so konnte Schüz daraus genau genug das Maass entnehmen, nach welchem die beiderseitigen...
Page 114 - Daseins uns überhaupt in's Leben gerufen, wenn es nach unserm richtigen Ueberschlage für uns nicht wünschenswerth ist" (VII 393); aber ein Rest von blindem, unmotivirtem Glauben scheint ihn (wie Hiob) von der nahe liegenden Schlussfolgerung abgehalten zu haben, dass dann die Schöpfung besser unterblieben, und das Nichtsein der Welt ihrem Sein vorzuziehen wäre. Man wird also sagen können, dass Kant...
Page 238 - Culturbestrebungen des Volkes" und damit selbst „eines seiner •wichtigsten Culturgüter" (363); „wenn er doch zu irgend etwas „dienen" soll, so muss man ihn als Diener des menschlichen Geschlechtes, aller Geschlechter die noch kommen werden, der höchsten Culturzwecke auffassen, die über Leben und Gesichtskreis des Individuums weit hinausragen
Page 27 - ... oder Panpneumatismus entgegen, und gewähre innerhalb des concreten Monismus dem berechtigten Individualismus einen Spielraum, wie er in Schopenhauer's abstractem Monismus ohne Widerspruch niemals eingeräumt werden kann. Die Vernunft, das Logische entsteht nach Schopenhauer erst mit dem Intellect aus dem Organismus, speciell aus dem Gehirn, ist also eine tertiäre, und noch dazu accidentielle Erscheinung des an sich vernunftlosen, alogischen Weltwesens; bei mir hingegen ist die Vernunft das...
Page 152 - ... vorweltlichen Sündenfall und die Ableitung des gegenwärtigen elenden Weltzustandes von diesem (20) ebensowenig eine christliche Glaubenslehre, wie die aristotelische Lehre von der menschlichen Willensfreiheit und deren neuerliche Auffrischung durch Leibniz und die deutsche Aufklärungsphilosophie. Nach christlicher Lehre ist der natürliche Mensch ebenso unfrei wie der wiedergeborene; der erstere steht unter dem Gesetz der Sünde, der letztere unter dem Gesetz des Geistes, so dass in beiden...
Page 84 - Gebiet übergreifen und auch dort den Pessimismus eventualiter installiren, eröffnen sie eine neue Geltungssphäre; wir werden den ihr entsprechenden Pessimismus den transscendentalen nennen. Der empirische wie der transscendentale Pessimismus beziehen sich beide auf eine Welt der Individuation oder auf eine objective Erscheinungswelt; deshalb werden wir beide unter der Bezeichnung des phänomenalen Pessimismus zusammenfassen. Dem phänomenalen Pessimismus steht...
Page 273 - Willensmanifestation (207)? Wie kann die Essenz des alogischen Willens darin bestehen, einen dieser Willensnatur widersprechenden Vorstellungsinhalt zunächst potenzialiter in sich zu tragen und demzufolge auch actualiter aus sich herauszusetzen (207)? Wie kann der blinde Wille, dem jeder ideale Inhalt abgesprochen wird (206 unten), das Mittel sein, „ein Sein zu fassen, welches idealiter jedem Einzelacte seiner Realisation voraufgeht
Page 136 - Welt tragen muss, ist der leidende Mensch nicht gehindert zu lieben, wohl aber einen an sich seligen Gott, der zwar Mitleid mit seinen Geschöpfen verspürt, aber ein unfruchtbares Mitleid, da es ihn nicht gehindert hat, sie zu diesen Leiden in's Dasein zu rufen.

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