Physiologie des Stoffwechsel in Pflanzen und Thieren, ein Handbuch für Naturforscher, Landwirthe und Ärtzte

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1851 - 8 pages
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Page 270 - Verbindungen, aus denen sich die knospende Pflanze verjüngt. Es ist Tod in dem Leben und Leben im Tode. Dieser Tod ist kein schwarzer, schreckender. Denn in der Luft und im Moder schweben und ruhen die ewig schwellenden Keime der Blüte.
Page x - Die Kraft ist kein stoßender Gott, kein von der stofflichen Grundlage getrenntes Wesen der Dinge, sie ist des Stoffes unzertrennliche, ihm von Ewigkeit innewohnende Eigenschaft.
Page ix - In einem Systeme, wo alles wechselseitig anzieht, und angezogen wird, kann nichts verloren gehen; die Menge des vorhandenen Stoffes bleibt immer dieselbe, und folglich erlischt auch nie die wohlthätige Quelle des Lichts. Inzwischen gehen überall in diesem Stoff Veränderungen vor, welche zwar, wie es scheint, auf das Ganze...
Page xi - Fahne wird siegreich durch die Erforschung des Stoffs und stofflicher Bewegung. Ich habe kein Hehl, es auszusprechen: die Angel, um welche die heutige Weltweisheit sich dreht, ist die Lehre vom Stoffwechsel.
Page 59 - ... unverwerflichen Thatsachen muss geschlossen werden, dass gleiche Flächen culturfähiges Land eine gleiche Quantität Kohlenstoff hervorzubringen vermögen ; aber wie unendlich verschieden sind die Bedingungen des Wachsthums der Pflanzen gewesen, die man darauf gezogen hat. Wo nimmt, muss man fragen, das Gras auf den Wiesen, das Holz in dem Walde seinen Kohlenstoff her, da man ihm keinen Kohlenstoff als Nahrung zugeführt hat, und woher kommt es, dass der Boden, weit entfernt, an Kohlenstoff...
Page xiv - Mißbrauch oder irrige Richtungen der Geistesarbeit müssen aber nicht zu der die Intelligenz entehrenden Ansicht führen, als sei die Gedankenwelt ihrer Natur nach die Region phantastischer Truggebilde, als sei der so viele Jahrhunderte hindurch gesammelte überreiche Schatz empirischer Anschauung von der Philosophie wie von einer feindlichen Macht bedroht. Es geziemt nicht dem Geiste unserer Zeit, jede Verallgemeinerung der Begriffe, jeden auf...
Page xii - Hat der Mensch alle Eigenschaften der Stoffe erforscht, die auf seine entwickelten Sinne einen Eindruck zu machen vermögen, dann hat er auch das Wesen der Dinge erfaßt. Damit erreicht er sein d. h, der Menschheit absolutes Wissen. Ein anderes Wissen hat für den Menschen keinen Bestand.
Page viii - Eigenthümlichkeit der Zusammensetzung ist nicht etwa Ausfluß einer besonderen Verwandtschaft der Grundstoffe, die denselben außer dem Leben fehlte. Nur der Zustand der Verbindung, Wärme, Luftdruck, Bewegung in meßbaren Entfernungen sind verschieden , die oben umschriebenen...
Page xiv - Es geziemt nicht dem Geiste unserer Zeit, jede Verallgemeinerung der Begriffe, jeden, auf Induction und Analogien gegründeten Versuch, tiefer in die Verkettung der Natur-Erscheinungen einzudringen, als bodenlose Hypothese zu verwerfen, und unter den...
Page xiv - Anlagen, mit denen die Natur den Menschen ausgestattet hat, bald die nach einem Causalzusammenhang grübelnde Vernunft, bald die regsame, zu allem Entdecken und Schaffen nothwendige und anregende Einbildungskraft zu verdammen"; denn184 „Neben dem sicheren Wissen steht das Vtrmutben und Meinen.

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