Pierre Reverdy: Son de cloche aus Plupart du temps (Les Ardoises du toit, 1918): Lyrik im Zeitalter der historischen Avantgarden

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GRIN Verlag, 2010 - 36 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Romanistik - Franzosisch - Literatur, Note: 1,0, Katholische Universitat Eichstatt-Ingolstadt (Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultat), Veranstaltung: Die historischen Avantgarden - Zur Grundlegung einer zweiten Moderne, Sprache: Deutsch, Abstract: Pierre Reverdy bezeichnete das Leben als eine Kunstwirklichkeit'. Darin spiegelt sich einer der wesentlichen Grundgedanken der historischen Avantgarden: Erst die Kunst stellt Natur her, Realitat ist etwas Selbstgeschaffenes. Dies bedeutet, dass die historischen Avantgarden die Funktion und den Anspruch der Kunst darin sehen, Wirklichkeit aus dem naturlichen Chaos herzustellen. Somit sprechen sich die Kunstler und Dichter dieser Zeit selbst das Recht zu, die eigentliche und einzige Instanz zu sein, die Wahrheit, Erkenntnis sowie Ordnung in der Natur schaffen kann. Der franzosische Dichter Pierre Reverdy war einer der zentralen Vertreter der historischen Avantgarden. Ganz im Sinne dieser Bewegung lehnte er in seinen zahlreichen theoretischen Schriften die Nachahmungsasthetik strikt ab. Er spricht sich fur eine nichtmimetische Kunst aus, deren Aufgabe es ist, sich vom Leben abzuheben, um darin letztendlich eine erhabenere und vollig unabhangige Rolle zu spielen. Anhand zwei seiner programmatischen Texte, Sur le cubisme von 1917 und Le Cubisme, poesie plastique von 1919, sowie der Interpretation seines Gedichts Son de cloche von 1918 soll das Werk von Pierre Reverdy als Beispiel fur die Lyrik im Zeitalter der historischen Avantgarden dargestellt werden. Pierre Reverdy war mit Guillaume Apollinaire und Max Jacobs, aber auch mit Pablo Picasso und Georges Braque befreundet. Er war es, der in seinen Aufsatzen die eigentliche Theorie einer kubistisch beeinflussten Dichtung lieferte. Kunst musse demnach jegliche Form der Nachahmung vermeiden, um Kunst zu sein. Ihm geht es um die Bildlichkeit. Diese Bildlichkeit ist umso intensiver, je unterschiedlicher die in einem Gedicht ve"
 

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