Pionierarchitektur - Ein bergtouristisches Entwicklungskonzept für den Copland Track in Neuseeland

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GRIN Verlag, 2007 - 116 pages
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Diplomarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege, Note: 1,0, Gottfried Wilhelm Leibniz Universitat Hannover (Institut fur Regionale Architektur und Siedlungsplanung), Sprache: Deutsch, Abstract: Pionierarchitektur - Ein Bergtouristisches Entwicklungskonzept Fur Den Copland Track In Neuseeland Freie Diplomarbeit am Institut fur Regionale Architektur und Siedlungsplanung im Fachbereich Architektur der Universitat Hannover von 1999 von Timo Neubauer, betreut von Prof. Dr.-Ing. Alfons Dworsky und Prof. Dr.-Ing. habil. Heinar Henckel Pionierarchitektur beschaftigt sich mit dem Thema alpiner Architektur und der Frage, wie sollen wir bauen in einem der letzen Reservate ungezahmter Natur in dieser Welt? Welche architektonische Ausdrucksweise ist angemessen? Woher ziehen wir unsere Inspiration in einem Raum bar jeglicher menschlicher Okkupation und ohne architektonische Geschichte? Die Suche nach Antworten auf diese Fragen beginnt mit der Analyse der Geschichte des Alpinismus und der unterschiedlichen Motivationsfaktoren, die Menschen ins Gebirge trieben. Sie beleuchtet die mystische Rolle der Berge bis ins Mittelalter, erlautert den Einfluss der Wissenschaft und wie im 18. Jahrhundert eine schongeistige Wertung der Berge entkeimt. Sie beschreibt wie weltweit Expeditionen die Wahrnehmung der Berge verandern und untersucht die Rolle der Bergwelt in der heutigen Industriegesellschaft. Die architekturgeschichtliche Entwicklung des alpinen Bauens und der verschiedenen Archetypen, Berghotel, Schutzhutte und Biwakschachtel wird anschaulich dargestellt durch zahlreiche exemplarische Fallbeispiele. Zitate von Architekt Jorg Streli zum landschaftsgebunden Bauen und von Friedrich Achsleitner zur Architektur in der Region runden die Grundlagenforschung ab. Sie endet mit der Beschreibung des Copland Tracks in Neuseeland, der als Fallbeispiel fur einen exemplarischen architektonischen Entwurf behandelt wird. Stilistische Inspirationen
 

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Page 28 - Fürchte nicht, unmodern gescholten zu werden. Veränderungen der alten bauweise sind nur dann erlaubt, wenn sie eine verbesserung bedeuten, sonst aber bleibe beim alten. Denn die wahrheit, und sei sie hunderte von jahren alt, hat mit uns mehr inneren .zusammenhang als die lüge, die neben uns schreitet.
Page 28 - Der wiener advokat, der im steinklopferdialekt mit dem bauer spricht, hat vertilgt zu werden. Achte auf die formen, in denen der bauer baut. Denn sie sind der urväterweisheit geronnene substanz. Aber suche den grund der form auf. Haben die fortschritte der technik es möglich gemacht, die form zu verbessern, so ist immer diese verbesserung zu verwenden. Der dreschflegel wird von der dreschmaschine abgelöst. Die ebene verlangt eine vertikale baugliederung; das gebirge eine horizontale. Menschenwerk...
Page 68 - Ich möchte den Übergang von ideologischer Selbstüberhöhung zur alpinen Marktwirtschaft nicht näher beschreiben. Hier geht es schon lange nicht mehr um die fremdbestimmte Selbstinterpretation einer alpinen Region, sondern eher um visuelle Marktmechanismen im Sinne einer Corporate Identity. Regionalismus ist eben heute ein internationales Phänomen im Umschlag von angebotenen Leistungen im Rahmen bestimmter Erwartungsmuster, das sich schon lange von den Regionen abgekoppelt hat, wie etwa die amerikanischen...
Page 63 - Ich mißtraue der bedingungslosen Akzeptanz der kleinen Welten und der daraus folgenden kritiklosen Verteufelung der großen. Noch immer geschehen die meisten Morde, Vergewaltigungen und Kindesmißhandlungen im vertrauten Kreis der Familien, in überschaubaren gesellschaftlichen Milieus von Verwandten und Bekannten. Was hat das alles mit Architektur zu tun? Sehr viel. Wir müssen zumindest danach fragen, ob alles Heil im Kleinen, im Überschaubaren, im Dorf oder in der Region, in der Idylle einer...
Page 24 - Modernen56 - und von einer Verankerung im Boden; also nicht von einem vorbestimmten und bevorzugten Beobachtungspunkt wie in den Entwürfen der Akademiker oder nach der distanzierten Frontalansicht des naturalistischen -Fensterbildes-. Doch -Natur- und -Gelände- entziehen sich auch den kulturellen Konnotationen und demzufolge den ikonographischen Konventionen, die der Begriff -Landschaft- impliziert.
Page 68 - Wenn ich daran erinnere, was heute im lokalen und regionalen Kontext im Bereich des Bauens und der Architektur vor sich geht, so ist eigentlich die klassische Regionalismusdebatte, in die ich versucht habe einzusteigen, am allerwenigsten geeignet, an die Probleme wirklich heranzukommen. Zunächst ist eines sicher, daß gegenüber der politischen und wirtschaftlichen Vereinigung immer größerer Einheiten (etwa in Europa), mit den wachsenden und auch autonomer agierenden Zentren, mit der Konzernisierung...
Page 63 - ... Regionen verbaut und versaut sind, dann liegt der Grund nicht in den zentralen Verwaltungen von Bern, München, Turin, Mailand oder Wien, sondern in den kleinen Entscheidungen in den Gemeindestuben. Brüssel kommt viel zu spät, wir haben unsere Bergtäler schon in gediegener Heimarbeit zubetoniert. Die wie Gezeiten kommenden Verkehrslawinen und Megastaus sind das Produkt der Millionen von Kleinfamilien, die mit Sack und Pack auf die Reise gehen, damit sie in Sizilien das vorfinden, was sie im...

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