Platons Medien-Kritik: Ein differenzierter Blick auf die Schriftkritischen Stellen des "Phaidros"

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Bod Third Party Titles, 2008 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Design (Industrie, Grafik, Mode), Note: 1,0, ecosign/Akademie fur Gestaltung, Veranstaltung: Philosophiegeschichte, 4 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Auszug aus dem Kommentar des Dozenten: Sie haben sich mit Platons Schrift-Kritik beschaftigt. Dabei ist Ihnen eine Hausarbeit gegluckt, die vor allem durch ihre philosophische Selbststandigkeit glanzt, aber nicht nur. Sie haben das platonische Denken uber die Schrift exzellent durchdrungen und vor allem exzellent mit medienphilosophischen Ansatzen verknupft. Eine durchweg und auf ganzer Linie eine inhaltlich exzellente Arbeit., Abstract: Kein Verstandiger [...] wird es wagen, seine Gedanken in Sprache niederzulegen und noch dazu in unwandelbarer Weise, was bei dem schriftlich Abgefassten der Fall ist. (Postman S. 22) Ober achlich besehen kann man hierin Kritik an der Schrift selbst oder am Geschriebenen im Allgemeinen lesen. In dieser Arbeit will ich zeigen, dass Platon dies keines Falls im Sinn hatte. Vielmehr reagierte er scharfzungig auf das, was fur uns heute selbstverstandlich geworden und weithin akzeptiert ist. Er greift weniger die Schrift selbst an, als das, wofur sie steht zu seiner Zeit. Und das ist, wie sich am Ende zeigen wird - entgegen einer ersten Vermutung - durchaus verstandlich und nachvollziehbar und auch angebracht. Es ist immer bedenklich zu behaupten, dieses oder jenes Ereignis habe einen Philosophen gepragt [...]. Durch Platons eigene Ausserungen im Siebenten Brief aber durfen wir sagen, dass die politische Dauerkrise der athenischen Polis und die Begegnung mit Sokrates zu seinen wichtigsten Grunderfahrungen gehoren. (Helferich S. 27f) In dem Brief heisst es: Da ich nun aber sah, dass diese Manner in kurzer Frist die fruhere Verfassung als eine goldene erscheinen liessen, unter anderem einen mir befreundeten alteren Mann, den Sokrates, den ich fast unbedenklich fur den gerechtesten aller damals Lebenden erklaren moc"

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