Poesie-Orient versus realer Orient. Heinrich Heines Beschäftigung mit dem maurischen Spanien am Beispiel des Dramas Almansor

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GRIN Verlag, May 22, 2006 - Literary Criticism - 42 pages
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universität Karlsruhe (TH) (Institut für Literaurwissenschaften), Veranstaltung: Hauptseminar Orientalismus, 35 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Soweit Heines Zeitgenossen den „Almansor“ zur Kenntnis nahmen, fühlten sie sich überwiegend durch die Aufwertung der Mauren provoziert. Sowohl in Rezensionen als auch bei der einzigen Aufführung in Braunschweig kamen kritische Stimmen zu Wort. In der Restaurationszeit wirkte schon der Vergleich der Christen und der Mauren Ärgernis erregend wie in folgender Rezension von Willibald Alexis: „Wehmut mag jeden unparteyischen Leser, der Gefühl für Poesie und Geschichte hat, ergreifen, beym Untergang eines noch in seinen letzten Zügen schön glänzenden Reiches. Verdiente es aber, dass man ihm Elegien nachsendet, wenn auch die Motive Ferdinands und Isabellas, eben so wenig als die von ihnen angewandten Mittel durchaus zu billigen sind?“ Die Tragödie „Almansor“, die 1823 im Verlag Dümmler unter dem Titel „Tragödien nebst lyrischem Intermezzo“ gemeinsam mit Heines zweitem Drama „William Ratcliff“ erschien, gehört im europäischen Raum nicht zu den bekanntesten Produkten Heines. In der Heine-Forschung nimmt die Tragödie nur eine bescheidene Stellung ein. Wenn im Rahmen der "Almansor-Forschung" über die formale Schwäche und die "Schulmäßigkeit" des Stücks im Allgemeinen Übereinstimmung herrscht2, so macht sich im Hinblick auf dessen Hauptintention eine Meinungsverschiedenheit bemerkbar. Denn in der Regel wird diese dramatische Dichtung aufgrund ihrer Entstehungszeit und ihrer Thematik in enger Verbindung mit zwei Erlebnissen des jungen Heine gesehen.
 

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