Poesie und Prosa in Goethes "Wilhelm Meisters Lehrjahre": Eine Darstellung anhand der Künstlerfiguren 'Mignon' und 'Harfenspieler'

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GRIN Verlag, 2008 - 28 pages
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,25, Eberhard-Karls-Universitat Tubingen, 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der umfassende und vielschichtige Roman Wilhelm Meisters Lehrjahre von Goethe kann "als das modellbildende und prototypische Beispiel fur den deutschen Bildungsroman verstanden " werden. Neben der Auseinandersetzung des Einzelnen mit der Gesellschaft behandelt er den Wunsch des Protagonisten, sich selbst zu verwirklichen und eine allumfassende Bildung - im Gegensatz zu einer rein gelehrten - zu erlangen. Der Kunstler- und Subjektroman wandelt sich im Laufe der Erzahlung und vor allem nach dem Einschnitt durch die "Bekenntnisse einer schonen Seele" zu einem Gesellschafts- bzw. Sozialroman, dessen Zentrum die Turmgesellschaft um Lothario und Natalie bildet. Weitere Konflikte sind zum einen fur Wilhelm Meister die Theaterwirklichkeit, die seinen Idealen der Schauspielkunst widerspricht, und zum anderen das Verhaltnis von Poesie und Prosa und deren jeweilige Berechtigung in der Literatur. Dieser letzte Punkt weckt das Interesse des Lesers vor allem durch die Einfuhrung zweier Figuren - Mignons und des Harfenspielers -, die sich mageblich von den ubrigen unterscheiden, und deren Schicksal im Zusammenhang einer "poetische n] Selbstreflexion " und "Selbstlegitimation der Dichtung in der prosaischen Welt " steht. Im Folgenden mochte ich diesen Punkt genauer betrachten und die Rolle der Poesie insgesamt im Roman verdeutlichen. Dafur soll zunachst geklart werden, wie die beiden Kunstlerfiguren in Wilhelm Meisters Lehrjahre dargestellt werden und welche Funktion ihre Lieder bzw. Gedichte haben.

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