Poetische Ekphrasis am Beispiel der "Zwei Gemäldeschilderungen" in Wilhelm Heinrich Wackenroders und Ludwig Tiecks Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders

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GRIN Verlag, May 28, 2008 - Literary Criticism - 17 pages
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Deutsches Insitut), Veranstaltung: Musik und Kunst in der Prosa der Frühromantik, 17 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Proseminararbeit setzt sich mit der Gattung der Kunsterzählung am Beispiel der „ Zwei Gemäldeschilderungen“ in den „Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders“ (Herzensergießungen) von Wackenroder und Tieck und der Kritik an der rationalistischen Kunstrezeption in der Zeit der Aufklärung auseinander. Fachterminus für die Bildbeschreibung ist die Ekphrasis (ἔκφρασις), die die „geläufigste und sicherlich umfangreichste Reaktion von Literatur auf [die] bildende Kunst [darstellt]“. Die Gattung der Bildbeschreibung lässt sich noch weiter auf die Untergattung des Bildgedichts unterteilen, die auf Homer gründet. Im Laufe der Zeit hat sich das Bildgedicht jedoch von den erfundenen Bildern mehr den gemalten Bildern inhaltlich zugewandt und wird in der deutschen Frühromantik durch Wackenroder wiederbelebt. In einem ersten Schritt sollen Leitprinzipien der Aufklärungsästhetik ansatzweise genannt werden, gegen die sich der Erzähler in den Herzensergießungen wendet. Des Weiteren möchte ich die Frühromantik von der Spätaufklärung inhaltlich grob abgrenzen und die Veränderung, die die Frühromantik mit sich brachte kurz darstellen. In diesem Schritt kann es inhaltlich zu Überschneidungen zwischen Aufklärungsästhetik und epochaler Abgrenzung kommen, da ein völliges Abstrahieren in der Kürze dieser Proseminararbeit kaum möglich sein wird. Der Erzähler in den Herzensergießungen kritisiert vehement die wissenschaftliche Beschreibung eines Kunstgemäldes als zu theoretisch und vom Gefühl und dem Göttlichen abgegrenzt und unternimmt in den Zwei Gemäldeschilderungen den Versuch, eine Bildbeschreibung zu entwerfen, ohne sich der gegenwärtigen wissenschaftlichen Methoden zu bedienen. In dem analytischen Teil der Proseminararbeit möchte ich konkret die Zwei Gemäldeschilderungen betrachten und vor allem herausarbeiten, inwieweit die Erzählfigur seinem eigenem Anspruch und seiner Überzeugung gerecht wird, ein Gemälde poetisch zu beschreiben, ohne sich dabei wissenschaftlicher Mittel , sei es kunstkritischer oder literaturwissenschaftlicher, zu bedienen.
 

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